Spießigkeit kennt keine Grenzen….

Oha, ganz offensichtlich gibt es dann doch einen kausalen Zusammenhang zwischen dem zunehmenden Alter und der Spießigkeit eines Menschen. Für unsere neue Wohnung haben wir einen neuen Internetanschluß bestellt und gesehen, dass es noch lecker Prämien gibt, die man sich bestellen kann, wenn man von jemandem geworben wurde. Wir kannten zufällig jemanden, der bei eben diesem Anbieter ist und konnten uns dann was Schönes aussuchen. Da gab es eine PSP, die wollte ich dann haben. Da gab es ein Navi, das wollte die Liebste haben. Am Ende haben wir uns auf ein Topfset geeinigt. Vor ein paar Jahren hätte ich mich lieber erschießen lassen, als so ein Topfset als Prämie zu nehmen. Zumal noch bei den Alternativen. Aber heute nimmt man das Topfset, schaut sich nach dem passenden Bräter um, denn es muss ja alles zusammenpassen und wundert sich ein bißchen, wie man so werden konnte.


Trends

EDIT: Hier gibt es Neues zum Thema Gruschelbuch zu erfahren.

Vor gar nicht allzu langer Zeit war Second Life (kurz: SL) der heiße Scheiß. Überall wurde darüber gesprochen, und jeder musst mitmachen. Trendige Firmen konnten gar nicht schnell genug ihre SL-Dependance aufmachen. Und immer wurde die so genannte SL-Millionärin ins Rampenlicht gezerrt, als Beweis dafür, dass man auch in einer virtuellen Welt den großen Reibach machen kann. Der Spiegel-Redakteur Christian Stöcker verlegte eines von vielen Büchern zum Thema SL. Mittlerweile hört man erstaunlich wenig über SL, denn am Ende des Tages begegnet man auch in dieser virtuellen Utopie genau den gleichen Pappnasen wie im realen Leben und die Bestürzung war groß, als man feststellte, dass auch SL nicht frei ist von solch furchtbaren Dingen wie der Pornografie. Erstaunlich ist in diesem Zusammenhang, dass es wenige Bücher gibt, die sich mit World of Warcraft auseinandersetzen. Dort kommen noch mehr Menschen zusammen als bei SL, es gibt eine funtkionierende Wirtschaft rund um das Spiel. Gut, natürlich ist es schwer vorstellbar, dass Adidas dort einen Shop aufmacht, um Orks und Elfen mit den neuesten Errungenschaften moderner Schuhtechnologie zu erfreuen.

Heute habe ich dann in der Unibuchhandlung hier in Lüneburg “Das Gruschelbuch” gesehen. Laut Webseite behandelt das Buch folgendes krasses Thema “Steve Przybilla hat die Community im Selbsttests unter die Lupe genommen. Herausgekommen sind skurrile Erlebnisse und Bekanntschaften, die er im Gruschelbuch beschreibt – ein Erfahrungsbericht von der Internetfront.” Also wahrscheinlich die ultimative Lobhudelei auf StudiVZ, kein Wort über die Querelen um Sicherheit, die manchmal komischen Aktionen des Gründers oder die vielen lustigen Gruppen im Sinne von “Wir wollen Deutschland in den Grenzen von 1937″. Leider bin ich zu geizig, dass Buch zu kaufen, aber ich würde es schon gerne mal lesen, auch wenn der Närhwert im Bereich eines Blattes Esspapier liegen dürfte. Bin mal gespannt, ob das jetzt der neue Trend wird: die Social Networks dieser Erde mit Erfahrungsberichten aus dem Innenleben der großen Communities. Nach dem Motto: Ich bekam feuchte Hände, als Martina mich zärtlich gruschelte. Oder auch: Wie Bilder vom Eimersaufen meine Karriere ruinierten, denn mein zukünftiger Personalchef ist auch auf StudiVZ. Man darf gespannt sein.


Ein paar Tage am Meer

Schatzi und ich waren die vergangenen Ostertage in Wismar, um ein bißchen zu relaxen und eine schöne Zeit zu haben. Doch erstmal wurde es ziemlich hektisch. Wir haben endlich eine Wohnung. Am Donnerstagabend habe ich mir unser zukünftiges Zuhause angeschaut. Die Wohnung ist echt nett, nur war sie keine 70m² groß, wie in der Zeitung inseriert. Das war jetzt kein K.O.-Kriterium, aber das will man ja nicht auf sich sitzen lassen und so rief Schatzi dann am Karfreitag die Makler an, bei denen wir um 10:00 Uhr einen Termin hatten, um den Vertrag zu unterzeichnen. Schatzi spricht also die Differenz in der Größe an und fragt, ob man da was an der Kaltmiete machen kann. Der Makler nur: “Da kann man nichts machen!” und prompt aufgelegt. Schatzi ziemlich perplex und gleich noch ein zweites Mal angerufen. Diesmal war die Ehefrau (ebenfalls Maklerin) dran und Schatzi musste sie ziemlich bearbeiten, dass wir die Wohnung doch noch kriegen konnten. Es war ja nur eine Frage. Danach sind wir dann hingefahren, haben uns anblöken lassen: “Wenn das schon gleich am Anfang Diskussionen gibt, dann haben wir da keinen Bock drauf. Als nächstes zetteln sie dann wegen jedem Posten auf der Heizkostenabrechnung eine Diskussion an, oder was?” Ja, nee, is klar. Irgendwann haben sich Mr. und Mrs. Trash dann wieder eingekriegt und wir konnten die Verträge unterzeichnen sowie 800 Euro abdrücken. Bei so einem Service doch gerne. Nach eineinviertel Stunden konnten wir uns endlich auf dem Weg machen. Anbei ein kleines Reisetagebuch: Den Rest des Beitrags lesen »


Ein Dach überm Kopf

Good news everyone! Nach wochenlanger Suche haben wir endlich eine Wohnung in Bremen gefunden. Nach der eigentlich schon vor zwei Wochen angekündigten Entscheidung haben wir doch noch mal weitergesucht, da wir uns mit keiner Entscheidung so wirklich wohl gefühlt hätten. Zum Glück haben wir dann auch eine zufriedenstellende Lösung gefunden: Drei Zimmer mit Balkon, eine schicke Küche und ein schickes Bad werden ab dem 01.05. unser neues Zuhause sein. Das Ganze liegt ein bißchen außerhalb Bremens, aber man ist in 5 Minuten an der Straßenbahnhaltestelle, so dass sich die Abgeschiedenheit in Grenzen hält. Ja, mehr gibt es eigentlich kaum zu sagen. Dachte nur, ich verkünde die News mal.


Wintereinbruch

So, nochmal kurz in den Kalender geschaut, hmmmm, der 26.03. also. Gut, die weiße Pracht kommt spät, aber sie kommt. Ein bißchen wie mit der Bahn.

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Tag der Entscheidung naht!

Uiuiuiui, morgen entscheidet sich wohl, welche Wohnung Schatzi und ich ab dem 01.05. beziehen werden. Hoffe ich zumindest. Eine Wohnung in der Bremer Neustadt ist schon raus aus der Verlosung. Der Vermieter lässt sich Zeit mit der Verkündung der Entscheidung. Seit Sonntag vor einer Woche weiß er um unser Interesse, doch er kann (will) es nicht alleine entscheiden und hält uns hin. Das Schöne ist, dass er jetzt erstmal in den Urlaub gefahren ist. Dann halt nicht.

Jetzt entscheidet es sich zwischen Wohnung A und Wohnung B. Wohnung A hat drei Zimmer, bekommt eine neue Küche, in einem Zimmer neues Laminat und neulackierte Türen. Dafür ist das Bad ein Anschlag auf jegliches Ästhetikempfinden, sie liegt in einer nicht soooo geilen Gegend, sie ist komisch geschnitten und Fliesen im Flur sind auch nicht jedermanns Sache. Wohnung B hat nur zwei Zimmer, ist also ein bißchen kleiner und hat einen Keller von 4m². Dafür ist sie nur 10 Minuten (zu Fuß) von der Arbeit entfernt, das Laminat ist ziemlich neu, die Wohnung generell in einem sehr guten Zustand und liegt neben einem Naturschutzgebiet.

Tja, bei beiden muss ein Kompromiß her. Leider haben wir auch keine Lust mehr zu suchen, zumal im Moment wieder kaum was Anständiges angeboten wird. Doch welche Kompromisse geht man ein? Am liebsten würde ich die Wohnung aus Lüneburg mitnehmen, denn die war schon ziemlich perfekt. Aber man kann nicht alles haben. Bin mal gespannt, was morgen dabei rauskommt.


Haha!

Tja, ich würde mal sagen, die Nummer war ein richtiger Griff ins Klo. Die hessische SPD-Abgeordnete Dagmar Metzger versenkt die Pläne der SPD, in Hessen eine Minderheitsregierung unter Tolerierung der Linken zu bilden. Offiziell begründet es Metzger damit, dass sie am Bruch der vor der Wahl getätigten Versprechungen seitens der SPD, mit den Linken nicht zusammenzuarbeiten, nicht teilhaben will.  Sie setzt sich damit sicherlich einem ziemlichen Sturm der Entrüstung in ihrer Partei aus und alleine schon deshalb ist es bemerkenswert, dass mal jemand den Mumm hat, nicht jeden Scheiß der Parteiführung mitzumachen. Jetzt kann es lustig werden in Hessen. Kriecht die SPD doch wieder zur CDU zurück? Tja, vielleicht sollte man einfach zu seinen Aussagen vor der Wahl stehen, dann kann man sich so manches Debakel ersparen. Das gilt für alle Akteure in der Politik.


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