Wired is tired
Veröffentlicht: Oktober 2, 2011 Einsortiert unter: Internetz, me reads | Tags: Langeweile, Lektüre, WIRED Schreibe einen Kommentar »Vor einigen Wochen erfuhr ich, dass demnächst eine deutschsprachige Ausgabe des WIRED-Magazins erscheinen sollte. Erster Wermutstropfen war hierbei, dass die WIRED als Gimmick zur GQ erhältlich sein sollte. Man musste also das Fachblatt für angewandte Oberflächlichkeit erwerben, um an die WIRED zu gelangen. So weit, so schlecht. In meinem Urlaub in Griechenland dann entdeckte ich das GQ/WIRED-Bundle und griff zu. Die GQ dann am Strand innerhalb von knapp 20 Minuten durchgeblättert, außer ein paar wohlgeformten Brüsten war da nix von Belang.
Das eigentliche Objekt der Begierde dann in den Händen war ich schon relativ gespannt, was mich erwarten würde. Und ich wurde enttäuscht. Ich habe keinen Artikel mit „Aha“-Effekt gelesen und mich auf Twitter schon über die WIRED als GQ für Technikfreaks ausgelassen: oberflächlich, dumm und unkritisch.
Alleine schon die auf dem Titel angeteaserten Themen sind erbärmlich umgesetzt. „Deutschland 2022 – Nach der Energiewende“ ist am Ende nur eine Fotostrecke mit Aufnahmen aus Kraftwerken und deren Kontrollzentren. Ich hatte hier eigentlich einen Ausblick auf die Zeit nach dem Atomausstieg erwartet oder eine Pro/Contra-Diskussion. Weiter geht es mit dem so genannten Darknet, also den richtig üblen Ecken im Internet, wo man nicht ohne Weiteres hinkommt und der einem den Kauf von Drogen, Waffen und Co. ermöglicht. Also genau die Form von Internet vor dem uns die Politik warnt. Eine ganze Seite Text wird dem Thema gewidmet, am Ende wissen wir, dass es solche Sachen gibt und die WIRED-Redaktion hat zudem total investigativ eine Ladung Drogen geordert.
Anschließend widmet man sich Badoo, dem „Sexual Network“, ein Netzwerk, welches nur dazu dient, sexuelle Kontakte anzubahnen. Gut, anders kann man die Leser der GQ wohl nicht dazu bewegen, einen Blick in die WIRED zu werfen. Da muss man schon auf dem Titel ganz laut „FICKEN“ schreiben. Zentrales Thema der Ausgabe ist „Deutschland den Geeks“. Chefredakteur Thomas Knüwer lobt die Innovationskraft der Geeks und betreibt die schon übliche Schelte der so genannten „German Angst“, mit der die Eliten sich gegen Fortschritt und Innovation stemmen. Am Ende leidet die Wirtschaft, das ist das zentrale Argument von Knüwers Elaborat, welches dann in die Vorstellung führender deutscher Startups und Denker übergeht. Da wird Sandro Gaycken dann auch mal als nicht dem Typ „Lieblings-Schwiegersohn“ entsprechend vorgestellt und mit seiner Harley abgelichtet. Achja, zum Thema „Cyberwar“ darf er auch mal was sagen. Oder ein paar nach London abgewanderte Gründer schmeißen sich top-gestylt vor die Kamera.
Darüber hinaus noch ein paar Kolumnen (u.a. from Notorious Lobo), 6 Seiten als redaktionelle Inhalte getarnte Werbung sowie noch seitenweise Gadgetvorstellungen. Ach und der Technik-Evangelist Jeff Jarvis darf auch mal was sagen. Glücklicherweise bekommt er keinen Platz für seinen ewig gleichen Sermon („Die Deutschen machen sich wegen der Privatsphäre ins Hemd, aber zeigen sich in der Sauna gegenseitig die Genitalien.“), sondern für einen Vergleich zwischen modernen Startups und Johannes Gutenberg.
Ich werde mal ein paar Ausgaben abwarten, sofern die Zeitschrift lange genug am Markt bleibt. Leider ist diese Erstausgabe in meinen Augen völlig uninteressant. Es gibt im Bereich Internet/Technologie viele interessante Themen, die man vor allem auch mal kritisch beleuchten könnte, d.h. Vor- und Nachteile gegeneinander abwägen, Pro und Contra-Positionen darstellen. Die Energiewende wäre da ein Ansatzpunkt gewesen, die Biotechnologie oder auch Entwicklungen im Internet (Privatsphäre/Appkultur/usw.). Vielleicht werden diese Themen in den nächsten Ausgaben auf eine interessante Art aufgegriffen. Ansonsten ist die WIRED leider uninteressant.
Dit und Dat
Veröffentlicht: April 25, 2011 Einsortiert unter: Internetz, me watches, Wohnung Schreibe einen Kommentar »Länger nix mehr geschrieben. Wobei es an Themen, die ich eigentlich anschneiden wollte, sicherlich nicht gemangelt hat: Fukushima, erster grüner Ministerpräsident, unser Urlaub in München, um nur ein paar zu nennen. Letztlich ist dann doch viel zu viel Zeit ins Land gestrichen, aber nu bin ich ja wieder da.
Blog gehackt
Schon vor einigen Tagen machte mich mein Provider darauf aufmerksam, dass wohl mein Blog gehackt wurde. Daraufhin habe ich gleich WordPress aktualisiert und die dazugehörigen Plugins auch auf den neuesten Stand gebracht. Zwei Tage später sah ich dann, dass dies leider nicht die erhoffte Abhilfe brachte. Bei einem Blick in meinen Webspace fand ich hunderte Seiten, die jeweils nur ein, zwei Links enthielten, ansonsten aber leer waren. Offensichtlich war es gelungen, eine Schwachstelle in meinem Blog auszunutzen (leider ist mir bisher noch nicht klar, wie genau das vonstatten gegangen sein könnte) und die index.php mit zusätzlichem Code zu versehen, der diese Seiten automatisch generiert und im Blog ablegt.
Zum Glück bin ich auf folgende Seite gestoßen, deren Tipps zur Behebung ich befolgt habe. Zunächst habe ich dabei WordPress noch einmal neu aufgespielt, um die manipulierte index.php loszuwerden und im Anschluß daran sowohl das Passwort zum Blog als auch zum Webspace abgeändert. Seitdem ist auch Ruhe, ich hoffe für länger. Das Ganze hat mich insgesamt anderthalb Stunden gekostet und ist mehr als nur nervig.
Gärtner
Zu unserer Wohnung, in die wir im August eingezogen sind, gehört auch ein Stück eigener Garten. Und da das Wetter gerade so Bombe ist, halten wir uns da auch ganz viel auf. Auch erste Versuche der Gartengestaltung haben wir schon unternommen und unser erstes eigenes Beet angelegt. Unter anderem soll es dann Gladiolen zu Tage fördern („Tod oder Gladiolen„).
Zudem haben wir auch ein schönes Außengehege für Naldo und Carla, unser Zwergkaninchen-Pärchen. Im letzten Jahr hatten wir die beiden auch schon draußen stehen und da kamen irgendwann zwei wilde Kaninchen vorbei und schauten sich ganz interessiert die viel kleineren und eingesperrten Exemplare von uns an. Clash of the civilisations, wenn man so will. So ein eigener Garten ist tatsächlich so ein kleines Stückchen wie Urlaub, zumal wir hier auch echt in einer superruhigen Ecke wohnen und man manchmal nicht viel mehr hört als das Zwitschern der Vögel und manchmal eine dicke Hummel, die vorbei summt.
Film-Tipps
Zwei Filme haben wir in der letzten Woche gesehen. Zunächst einmal „The Road„, die Verfilmung des gleichnamigen Buches von Cormac McCarthy. Die Hauptrolle spielen Vater und Sohn, welche nach einer (nicht genauer beschriebenen) nuklearen Katastrophe durch die verwüsteten USA ziehen und dabei immer wieder mit dem Verlust der Menschlichkeit im Angesicht der Apokalypse konfrontiert werden. Sowohl Buch als auch Film sind sehr düster und weit davon entfernt, ein Happy-End zu haben. In meinen Augen fühlt man nicht einmal einen Hauch von Hoffnung. Vielleicht nicht unbedingt ein Film für einen netten Filmabend.
Der zweite Film war „Mary & Max„, ein Knet-Animationsfilm. Mary ist ein achtjähriges Mädchen aus Australien, das sehr einsam ist und irgendwann im Postamt Telefonbücher der Stadt New York findet. Sie beschließt, sich eine Adresse auszusuchen und notiert sich schließlich die Adresse von Max, einem Mann über 40, der unter Angstattacken leidet und genauso wie Mary keine Freunde hat. Zwischen den beiden entspinnt sich über die Jahre eine Brieffreundschaft, welche durch Mißverständnisse und einen längeren Krankenhausaufenthalt von Max auf die Probe gestellt wird. Es ist ein sehr rührender Film, der dennoch ohne klassisches Happy-End auskommt. Klare Empfehlung.
Lobbyismus für Dummies
Veröffentlicht: November 6, 2010 Einsortiert unter: Internetz | Tags: Alexander Lehmann, Lobbyismus, Lobbyismus für Dummies, Wirtschaft Schreibe einen Kommentar »Ein feines Video (wieder einmal) von Alexander Lehmann und steht unter der CC:BY-NC-ND Lizenz
Gewinne, Gewinne, Gewinne…
Veröffentlicht: Februar 15, 2010 Einsortiert unter: Internetz, me loves | Tags: Kostenlose Gewinnspiele, Scupy, Tipp 3 Kommentare »Gewinnspielseiten gibt es im Internet wie Sand am Meer. Die meisten davon sammeln einfach nur die Gewinnspiele, die auf anderen Seiten stattfinden oder bieten die Lösungen für das eine oder andere „anspruchsvolle“ Quiz feil. Kommen wir jetzt mal zu einem etwas anderen Ansatz. Bei Scupy geht auch um kostenlose Gewinnspiele, doch wird hier ein etwas anderer Weg verfolgt. Das Prinzip dahinter lässt sich auf die bekannte Formel von Online-Auktionshäusern runterbrechen: Verkäufer treffen auf Bieter, mit dem Unterschied, dass man die beiden Begriffe mit „Veranstalter“ und „Teilnehmer“ ersetzt.
Firmen und Organisationen bietet Scupy die Möglichkeit, einfach und ohne großen Aufwand ein Gewinnspiel ins Netz zu bringen. Die Abwicklung bleibt dabei in den Händen von Scupy, man muss also keine eigene Gewinnspielseite programmieren und muss auch nicht die eingehenden Lösungen sammeln und auswerten. So kann man schnell und einfach die Gewinne unter das wartende Volk bringen. Zudem trifft man auf Scupy auf eine Vielzahl von Teilnehmern, die sich dort registriert haben, um an Gewinnspielen teilzunehmen. Man erreicht so also eine höhere Aufmerksamkeit, bringt mehr Traffic auf die eigene Webseite (die selbstverständlich verlinkt wird) und kann auch neue Leser für den eigenen Newsletter gewinnen. Zudem bietet Scupy umfangreiche Statistiken, um den Erfolg der Gewinnspiele zu messen und auch die Möglichkeit, Werbebanner zu integrieren.
Auf der anderen Seite sind die Teilnehmer. Auch hier bietet Scupy einige Vorteile. Das geht los mit der einfachen Registrierung, die nur wenige Angaben benötigt. Scupy fällt jedenfalls nicht durch eine allzu große Datensammelleidenschaft auf. Nach der Registrierung kann man an allen zur Verfügung stehenden Gewinnspielen teilnehmen. Dazu reicht es, die vermeintliche richtige Antwort auszuwählen und abzuschicken. Danach kann man sich dann entspannt zurücklehnen und darauf warten, dass die Glücksfee einem hold ist. Wer will, kann sich für die Newsletter der veranstaltenden Firmen anmelden, aber dies ist völlig freiwillig und hat keinerlei Auswirkungen auf die Gewinnchancen. Eine feine Sache also.
Ich kann euch Scupy nur wärmstens ans Herz legen. Also, fix angemeldet und viel Spaß beim Gewinnen.
Studentenfutter? Knabberkrams? Mr. TrailMix
Veröffentlicht: Februar 4, 2010 Einsortiert unter: Internetz, me loves | Tags: Knabbereien, Mr.TrailMix, TrailMix 2 Kommentare »Seit ein paar Tagen ist Mr. TrailMix mit einem Online-Shop im Netz vertreten. Dahinter steckt Tobias, ein Blogger-Kollege, der einen Werder-Blog betreibt. Schon im Vorfeld habe ich ein wenig von den Vorbereitungen mitbekommen und als Mr. TrailMix eine Testaktion ins Leben rief, habe ich mich einfach mal gemeldet. Glücklicherweise war ich wohl einer der ersten Ausgehungerten und konnte an der Aktion teilnehmen.
Mr. TrailMix bietet einem die Möglichkeit, sich aus verschiedenen Zutaten einen ganz persönlichen Mix an Knabbereien zu erstellen. Man kann zwischen diversen Nüssen, getrockneten Früchten, Süßkrams oder deftigen Sachen wie Wasabi-Erdnüssen wählen und erhält die Sachen dann nach Hause geschickt. Dabei werden nur ausgewählte Zutaten, viele sind aus biologischem Anbau. Für die Tester standen drei Testmischungen bereit, meine Wahl war:
Mischung 2: „Seelentröster (verschärft!) by Mrs.TrailMix“ ( Erdnüsse gesalzen, Grüne Pistazien, Cranberries, Mango, Wasabi Erdnüsse (2x), Hot-Chili-Cracker (2x), Schokolinsen, Schoko-Erdnüsse).
Okay, schwierig wie ich bin, habe ich die getrockneten Früchte austauschen lassen und lieber mehr Cracker und Wasabi-Erdnüsse reinmischen lassen. Die Mischung wurde mir am Montag auf Arbeit geliefert und obwohl ich noch nicht da war, hat sich kein Arbeitskollege dran vergriffen. Im Paket war die Mischung in einer angenehm robusten Tüte, eine kleine wiederverschließbare Tüte, um die Sachen unterwegs besser transportieren zu können und noch ein paar Flyer (die ich fleißig in der Firma verteilt habe).
Habe natürlich nicht lange gewartet, bis ich die Packung aufgerissen habe und mich über die Leckereien hergemacht habe. Einen Teil habe ich auch an die gierigen Kollegen verfüttert. Die Mischung hat mich wirklich überzeugt und die einzelnen Sachen waren sehr lecker. Lange hat die Mischung jedenfalls nicht überlebt.
Wer Lust auf leckere Knabbereien hat und sich quasi sein eigenes Studi-Futter mischen will, ist bei Mr. TrailMix an der richtigen Adresse. Ich bedanke mich für die leckere Mischung und wünsche Tobias und Annerieke viel Erfolg mit ihrem Startup. Werde mir dann auch mal Nachschub ordern.
Den Shop findet man unter: www.mrtrailmix.de, den Blog unter blog.mrtrailmix.de und bei Twitter sind sie auch: http://twitter.com/MrTrailMix
Crazy shit
Veröffentlicht: Januar 14, 2010 Einsortiert unter: Internetz, me hears, me is laughing | Tags: Drums, Krass, Talent 2 Kommentare »Wer schlechte Laune hat und seine bisherige Lebensleistung in Frage stellt, schaut sich das anschließende Video nicht an, wo ein 5-jähriger Steppke „Chop Suey“ von System of a Down an den Drums nachspielt. Könnte schwerste Depressionen auslösen.
In seinem Youtube-Channel gibt es noch mehr coole Videos und auch Songs mit weniger Krach für die saitbesaiteten Puschis da draußen. (via)
Hallo Sky! Kein Geld für ordentlichen Kundenservice?
Veröffentlicht: Dezember 14, 2009 Einsortiert unter: Internetz, Sky und ich | Tags: Sky, Sky Abo, Sky Chaos, Sky Hotline, Sky Kundencenter, Sky Kundenhotline, Sky Kundenservice 6 Kommentare »Ach ja, heute musste ich herzlich schmunzeln. In meinem letzten Beitrag habe ich nochmals ein bißchen was über meine Freunde von Sky geschrieben. Erstmal herrschte Ruhe, doch heute schlugen innerhalb von zweieinhalb Stunden zwei positive Kommentare im Blog auf. Das ist natürlich total nett und voll zufällig, zumal die beiden auch denselben ausländischen Provider nutzen. Aber dennoch ein herzliches Willkommen an raniA und Herbert Bauer.
Natürlich beruhen meine Aussagen nur auf Annahmen, aber auf einem Blog bei dem pro Artikel 1,5 Kommentare geschrieben werden, fällt es auf, wenn plötzlich zwei total nette Kommentare zu einem von mir kritisch betrachteten Thema verfasst werden. Zumal wenn die Kommentatoren nicht zum Kreis der üblichen Schreiberlinge gehören. Ich kann natürlich verstehen, dass Sky die Tatsache nicht schmeckt, dass ich bei Begriffen wie „Sky Kundenservice“ oder „Sky Kundencenter“ momentan in den Top Ten bei Google zu finden bin. Meine Auslassungen sind ja auch nicht besonders schmeichelnd für ein Dienstleistungsunternehmen, welches in Pressemitteilungen von Kundenzufriedenheit und Co. schwafelt. Es sieht also so aus, als würde man bei Sky versuchen, seine Online-Reputation zu schützen. Ob man das nun bei Sky direkt in die Hand nimmt oder dafür eine Agentur beauftragt, kann ich nicht sagen.
Ich weiß nur, dass es nicht sonderlich geschickt ist, weil auch ein Blinder mit Krückstock sieht, dass es gefakte Blogkommentare sind. Falls Sky eine Agentur beauftragt haben sollte, bleibt die Frage wie zielführend das Ganze ist. Denn so bekommt Sky wieder negative Aufmerksamkeit von meiner Seite aus. Sowohl in dem Fall als auch im Fall, dass Sky die Nummer selbst durchzieht: ich kenn da eine Firma, die sich damit sehr gut auskennt. Fragt doch mal die Jungs von construktiv/trafficmaxx, die helfen euch bestimmt weiter und die leisten echt gute Arbeit.
Aber ich habe auch noch ein, zwei Tipps auf Lager. Statt hier die Lobhudelei-Kavallerie loszuschicken, vielleicht einfach mal den Kunden ernst nehmen. Arbeitet am Service und seid kulant, wenn jemand Probleme hat. Ich habe am 11.09. meinen Receiver und die Smartcard bekommen. Danach hätte ich zwei Monate alle Sender sehen sollen laut Angebot. Mitte Oktober kann ich die Sky Cinema-Kanäle nicht mehr empfangen. Bei Nachfrage heißt es, dass ich angeblich schon seit dem 06.08. freigeschaltet sei und damit alles rechtens ist. Schließlich hatte ich eine Gutschrift erhalten (dabei war die für eine komplett falsche Rechnung und ich wurde in dem Zuge nie darauf hingwiesen, dass ich schon seit dem 06.08. Kunde bin) und als ich fragte, ob ich vielleicht aus Kulanzgründen noch einen Monat Sky Cinema extra erhalten könnte, wollte man das weiterleiten. Gehört habe ich bis heute nix. Auch auf eine Mail zu dem Thema habe ich keine Antwort erhalten. Das Online-Kundencenter ist bis heute, viereinhalb Monate nach dem Wechsel von Premiere zu Sky, nicht aufrufbar.
Statt mich hier mit Fake-Kommentaren vollzupupen, hätte man sich ja mal die Zeit nehmen können, mich zu fragen, wie man mir helfen könnte und mich so zu einem zufriedeneren Kunden machen, der positiver über Sky berichtet. Aber so? Natürlich ist es verlockend, jeden negativen Kommentar mit zwei positiven zu übertönen, doch wirklich zufriedener werden die Kunden dadurch auch nicht.
Gib Pfötchen
Veröffentlicht: Oktober 19, 2009 Einsortiert unter: Internetz | Tags: Abmahnung, Abmahnwahn, Jack Wolfskin, PR-Gau 1 Kommentar »So, nun ist es mal wieder so weit. Der Abmahnwahn im Internet geht in die nächste Runde. Diesmal mahnt Jack Wolfskin, Hersteller von Outdoor-Kleidung und -Ausrüstung, einige Bastler ab, die sich erdreisten, Tatzen auf ihre Produkte zu nähen/sticken/häkeln/wie auch immer. Way to go. Ich verweise an den Werbeblogger, der einen umfangreichen Artikel zur Causa „Jack Wolfskin“ verfasst hat. Ich bin gespannt, ob sich hier ein weiterer PR-Gau einer bekannten Firma anbahnt. Tja, meine Outdoor-Schuhe für den Winter wollte ich eigentlich von JW kaufen. Aber dann halt nicht.
Update: JW zieht die Abmahnungen wieder zurück. Echtes Bedauern und wirkliche Einsicht sehen ein bißchen anders aus, als in der dazugehörigen Pressemitteilung, aber immerhin hat der Schuss vor den Bug gewirkt.
Rette Deine Freiheit
Veröffentlicht: September 14, 2009 Einsortiert unter: Internetz | Tags: Internetzensur, Netzfreiheit, Rette Deine Freiheit 2 Kommentare »RetteDeineFreiheit.de from alexanderlehmann on Vimeo.
Na, wer sagt’s denn?
Veröffentlicht: August 3, 2009 Einsortiert unter: Internetz, me thinks, Politics 4 Kommentare »Bei der Einführung der Internetsperren gegen Kinderpornographie wurde von den Kritikern die Etablierung einer Zensur-Infrastruktur befürchtet. Alles Quatsch hieß es. Die Sperren sind zweckgebunden und werden garantiert nicht ausgeweitet. Nun hat sich Frau von der Leyen im Interview mit dem Hamburger Abendblatt ein bißchen „verquatscht“. Das Interview kann man hier einsehen. Zentrale Aussage von unserer Zensursula:
abendblatt.de: Sie argumentieren, Grundregeln unserer Gesellschaft müssten online wie offline gelten. Warum sperren Sie dann nicht auch Internetseiten, die Nazipropaganda verbreiten oder Gewalt gegen Frauen verherrlichen?
Von der Leyen: Mir geht es jetzt um den Kampf gegen die ungehinderte Verbreitung von Bildern vergewaltigter Kinder. Der Straftatbestand Kinderpornografie ist klar abgrenzbar. Doch wir werden weiter Diskussionen führen, wie wir Meinungsfreiheit, Demokratie und Menschenwürde im Internet im richtigen Maß erhalten. Sonst droht das großar tige Internet ein rechtsfreier Chaosraum zu werden, in dem man hemmungslos mobben, beleidigen und betrügen kann. Wo die Würde eines anderen verletzt wird, endet die eigene Freiheit. Welche Schritte für den Schutz dieser Grenzen notwendig sind, ist Teil einer unverzichtbaren Debatte, um die die Gesellschaft nicht herumkommt.
Ja, das ist doch mal schön. Also, geht es bald um mehr als nur noch Kinderpornographie. Udo Vetter nimmt sich auf seinem Lawblog der Sache an. In die gleiche Kerbe schlägt auch die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM), was man bei netzpolitik.org nachlesen kann.
Und als wäre das noch nicht genug, meldet sich nun Torsten Jurk, der Spitzenkandidat der SPD aus Sachsen nun auch folgendermaßen in einem Chat mit Wählern zu Wort:
Frage: Wieso schränkt die SPD die einfachsten Grundrechte durch die (wirkungslose) Internet-Zensur des Zugangserschwerungsgesetztes ein? Für mich verstößt die SPD damit gegen das Grundgesetzt!
Thomas Jurk: Hallo lieber „Pirat“. Wenn wir gegen das Grundgesetz verstossen, weil wir Pädophilen unmöglich machen kinderpornografische Bilder aus dem Internet herunterzuladen, dann nehme ich das in Kauf.
Wie gesagt, es wird immer besser. Nun ist das GG für Politiker nur noch ein Holzklotz am Bein und nicht Grundlage unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung.



