Leben mit dem Kindle
Veröffentlicht: Oktober 23, 2011 Einsortiert unter: me reads, Tecknick | Tags: Amazon, Kindle, Lesen 2 Kommentare »Schon seit Ende Mai nenne ich einen Kindle aus dem Hause Amazon mein Eigen. Da wird es aber auch mal Zeit, ein paar Takte zum E-Reader zu verlieren.
Eigentlich stand ich den E-Readern kritisch gegenüber und habe mich auf den Standpunkt zurückgezogen, dass ich ganz gerne echtes Papier in den Händen halten möchte und einfach lieber in einem Buch blättere als Knöpfchen zu drücken. Leider kam mir bei dieser Entscheidung meine Nerdigkeit in die Quere und der Drang, sich mit technischem Spielzeug auseinanderzusetzen. Der Mediamarc hat schon seit längerem einen Kindle am Start und auf Arbeit konnte ich mir das Teil mal ein bißchen anschauen. Und die paar Minuten pflanzten das leise Verlangen in meinen Kopf, auch so ein Teil haben zu wollen.
Im Frühjahr diesen Jahres dann war der Kindle auch offiziell in Deutschland verfügbar (vorher konnte man ihn nur über den Umweg USA bestellen, wovon der Endkunde jedoch nicht viel mitbekam). Zeitgleich wurde auch der Kindlestore im Hinblick auf deutsche Titel deutlich aufgestockt. Das war dann der Zeitpunkt, an dem ich zugeschlagen habe.
Display
Der Kindle ist mit einem so genannten E-Ink-Display (6 Zoll groß) ausgestattet, welches durch seine hervorragende Lesbarkeit besticht. Die Unterschiede zu einer bedruckten Buchseite sind wirklich sehr gering, was vor allem dazu führt, dass man relativ ermüdungsfrei lesen kann. Zudem ist das Display komplett matt und anders als bei vielen Tablets kein Schminkspiegelersatz. Dadurch kann man das Kindle auch im Freien bei Sonnenschein verwenden, ohne ständig mit den Reflexionen des Displays kämpfen zu müssen. Ich hatte das Kindle auch in unserem Griechenland-Urlaub dabei und auch in der mediterranen Sonne konnte man ganz entspannt lesen. Und man sieht nicht ständig seine schmierigen Fingerabdrücke.
Das Kindle-Display hat keine Hintergrundbeleuchtung, wodurch man (anders als bei Tablets) eine externe Lichtquelle benötigt.
Haptik
Hier war ich am Anfang noch sehr skeptisch, doch schnell haben sich meine Zweifel verflüchtigt. Das Kindle liegt extrem gut in der Hand und lässt sich vor allem auch mit einer Hand gut halten (der Daumen blättert dabei die Seiten um). Dabei habe ich nicht mal besonders große Hände. Das ist wirklich eine schicke Sache, dass man quasi einhändig lesen und umblättern kann.
Die Rückseite des Kindle ist leicht gummiert und sorgt so für extra Griffigkeit in der Hand. Seitlich am Display sind auf beiden Seiten jeweils Knöpfe fürs Vor- und Zurückblättern, somit ist das Gerät auch für Linkshänder sehr gut geeignet.
Netzwerk und Verbindung
Ich habe mich für ein WiFi-Kindle entschieden und auf die 3G-Option verzichtet. Wenn man Inhalte bei Amazon kauft, dann werden einem die Dateien automatisch auf den Kindle geschickt, sofern dieser sich mit einem WLAN verbunden hat. Im besten Fall vergehen gerade einmal ein paar Minuten zwischen dem Kauf und dem Abruf im Kindle.
Man kann den Kindle auch mit dem beigefügten USB-Kabel mit den entsprechenden Inhalten versorgen und auch aufladen (der Akku hält schier ewig – maximal ein Mal im Monat lade ich auf).
Inhalte
Nun sind die vorgenannten Punkte natürlich nur ein Aspekt des Ganzen, denn wichtig sind ja vor allem die Inhalte, die ich mir auf dem Gerät anschauen kann. Das Einfallstor ins Paradies der E-Books ist der Kindle-Shop von Amazon. Zugang erhält man hier entweder ganz klassisch über das Internet, wo die gekauften Inhalte dann per „Whispernet“ auf den Kindle geschickt werden oder man nutzt das Kindle, um sich im Store umzuschauen.
Ein Vorteil der Ebooks ist die Tatsache, dass von jedem Buch eine Leseprobe existiert mit deren Hilfe man sich schon einen ersten Eindruck vom Buch verschaffen kann. Im Griechenland-Urlaub habe ich so ein Buch erst angelesen und mir über den kostenlosen WLAN-Zugang im Hotel dann das Gesamtwerk runtergeladen.
Generell ist es so, dass das deutschsprachige Angebot im Kindle-Shop noch deutlich ausbaufähig ist. Die meisten Neuerscheinungen im Bereich Belletristik erscheinen auch zeitgleich als Ebook, aber bei Nischenprodukten und älteren Büchern guckt man noch ein bisschen in die Röhre. Zudem ist die Preisgestaltung noch nicht optimal, was ja auch der Buchpreisbindung geschuldet ist, aber oftmals sind Ebook-Neuerscheinungen gerade einmal ein bis vier Euro günstiger als die gedruckte Version. Bei Taschenbüchern sind die Preise oftmals identisch.
Bei englischsprachigen Büchern kann man teils krasse Schnäppchen machen. Auch relativ neue Bücher sind dort günstig zu haben. Im Rahmen einer Aktion habe ich das gerade erst in Deutschland erschienene „Super Sad Love Story“ für gerade einmal einen Euro erstanden.
Neben Büchern gibt es auch andere Inhalte für den Kindle. So habe ich ein paar Ausgaben der Zeit mal gelesen und das ist ganz gut umgesetzt auf Amazons kleinem Lesegerät. Einzig Bilder und Grafiken fehlen. Dazu kommt, dass Zwischenüberschriften noch nicht als solche hervorgehoben werden und Infoboxen auch nicht als solche erkennbar sind. Was ich noch gelesen habe, ist das englische Fußball-Magazin „The Blizzard“, was mir wirklich sehr gut gefallen hat, nicht nur inhaltlich sondern auch von der Umsetzung auf dem Kindle.
Daneben kann man auch andere Formate wie bspw. PDF-Dateien auf den Kindle ziehen und lesen. Dabei gibt es, abhängig von der Formatierung der Datei, erhebliche Unterschiede in der Darstellung. Mithilfe von entsprechenden Browser-Plugins („Send it to Kindle“ für Chrome und „Kindle It“ für Firefox) kann man auch Artikel aus dem Web zum späteren Lesen auf den Kindle senden. Nice.
Fazit: Meine Skepsis gegenüber dem Kindle hat sich schnell verflüchtigt und mittlerweile nutze ich ihn sehr gerne, da das Gerät viel Komfort bietet und das Schleppen von Büchern entfällt. Mittlerweile hat Amazon ja noch ein neues Einsteigermodell gebracht und die Preise für die übrigen Geräte gesenkt. Kann ich nur wärmstens empfehlen.
Woohoo
Veröffentlicht: Juli 30, 2009 Einsortiert unter: Internetz, me is laughing, Tecknick 3 Kommentare »Heute kann ich mal gute Nachrichten verkünden: Ich habe eine Festanstellung nach meinem Studium. Tinte auf dem Arbeitsvertrag ist trocken und ich werde dann demnächst nahtlos zum Vollzeitmitarbeiter. Feine Sache.
Darüber hinaus gibt es zwei Begebenheiten aus meinem eigenen kleinen Kuriositätenkabinett aka Leben. Zum einen habe ich gestern die Open-Source-Analyse-Software Piwik auf diesen Blog “angesetzt”. Die Installation geht superflott und ähnelt im Wesentlichen dem Installieren von WordPress. Danach wollte ich sehen, ob das Ganze auch funktioniert und habe den Felix drauf angesetzt, mal ein bißchen auf der Seite rumzuklicken. Da tat sich erst mal nix. Danach dann ein Plugin für WordPress genommen, vielleicht bin ich ja auch nur zu blöde, den Code adäquat einzufügen. Felix durfte wieder rumklicken und wieder nischt. Aha, gibt noch ein zweites Plugin, vielleicht hilft das ja. Aber nein, auch das brachte nix. Ja, den Code dann wieder in den Template-Footer gebastelt, auch Fehlanzeige. Zu dem Zeitpunkt schon eine halbe Stunde verbraten. Ich sitze also vor dem Laptop und starre aufs Interface, bis mir plötzlich auffällt, dass ich das Datum noch auf Dienstag stehen habe und nicht auf Mittwoch. EPIC FAIL No.1!
Aber es ging ja noch weiter, denn gestern wurde auch eine neue Haustür samt Briefkastenanlage in unserem Haus eingebaut. Die Schlüssel hatten wir laut Aushang schon erhalten. Irgendwann bin ich dann nachmittags in den Supermarkt nebenan und habe alle Schlüssel von unserem Schlüsselbrett mitgenommen, um zu testen, welcher denn in Frage kommt. Da stehe ich dann an der Tür und probiere mich dumm und dusselig, aber keiner der Schlüssel passt. Hmpf. Nach meiner Rückkehr aus dem Konsumparadies gehe ich dann nach oben und fange an zu suchen. Ich durchwühle die Kommode im Arbeitszimmer, suche in allen Fächer und Schubladen des Schreibtischs. Danach ist der Ordner mit den Wohnungsunterlagen dran. Dort finde ich dann das Schreiben, dass die Schlüssel für den Fahrradkeller auch für die neue Haustür passen sollen. Ich mir die Schlüssel für den Fahrradkeller geschnappt und wieder zur Haustür runter. Passt wieder nicht. Diesmal steht einer der Handwerker in der Nähe und erzählt mir nebenbei, dass in der Haustür noch ein anderes Schloss drin ist, welches er gleich austauscht, dann passen auch die uns zugeschickten Schlüssel. EPIC FAIL No. 2!
Und brandheiße News noch zum Abschluss: Das Guitar-Hero-Drumset wurde verschickt. YES!
Gezwitscher
Veröffentlicht: Juni 22, 2009 Einsortiert unter: Internetz, Tecknick Schreibe einen Kommentar »Nun hat es auch mich erwischt. Die Finanzkrise hat leider mein Projekt “Shitter” vor die Wand fahren lassen. Man bekommt zwar durchweg positives Feedback, doch Geld möchte keiner im großen Stil investieren. Es ist eine Frechheit!. Da werden Banken mit Fantastilliarden gerettet, aber für eine wirklich tolle Geschäftsidee ist kein Geld da. That’s capitalism for you! Also, unterwander ich Twitter und mache es mir zu eigen. Man findet mich ganz einfach unter “sreygate” bei Twitter.
Washington, Karlsruhe, Bonn
Veröffentlicht: November 6, 2008 Einsortiert unter: Internetz, Politics, Tecknick 2 Kommentare »WASHINGTON – Wow, allmählich verebbt die Obamania wieder hierzulande. Auch ich habe mich gefreut, dass man Barack Obama zum neuen Präsidenten der USA gewählt hat. Doch der historische Wahlerfolg ist das eine, was Obama letztlich daraus macht, etwas völlig anderes. Ich hoffe, dass er die Euphorie in die Amtsführung mitnehmen kann und die vielen Probleme auch angeht und sich seine Ankündigungen am Ende nicht auch nur als heiße Luft entpuppen.Yes, we can.
KARLSRUHE – In Deutschland muss derweil das Karlsruher Verfassungsgericht dem Gesetzgeber wieder in die Parade fahren. Sie haben die Erfordernisse angehoben, mit denen die Ermittler hierzulande auf die Daten aus der Vorratsdatenspeicherung zurückgreifen können. Sie dürfen nur verwendet werden bei
“zur Abwehr einer dringenden Gefahr für Leib, Leben oder Freiheit einer Person, für den Bestand oder die Sicherheit des Bundes oder eines Landes oder zur Abwehr einer gemeinen Gefahr“
Mehr zu der ganzen Entscheidung kann man bei netzpolitik nachlesen. Bei der heute getroffenen Entscheidung handelt es sich um eine Eilentscheidung, das anhängige Hauptverfahren läuft noch. Im Hauptverfahren könnte es dann auch um die Frage gehen, ob die Vorratsdatenspeicherung an sich gekippt wird.
BERLIN – Im Windschatten von Obamania und der öffentlich stattfindenden Selbstzerstörung der hessischen SPD bringt die Große Koalition neue Gesetze auf den Weg. Schon nächste Woche soll ein neues Gesetz den Bundestag passieren, welches dem BKA neue und weitreichende Befugnisse einräumt. Unter anderem geht es um die Online-Durchsuchungen und auch eine Aushebelung des Zeugnisverweigerungsrechts zum Schutz der Informanten von Journalisten. Weitere und fundiertere Informationen hier, hier und hier.
Wer sich dagegen wehren möchte, ist dazu aufgerufen, sich bei seinem Wahlkreisabgeordneten zu melden und ihm mal die Meinung zu geigen. Den jeweiligen Abgeordneten kann man hier finden.
Schönheitsartikel
Veröffentlicht: Juli 14, 2008 Einsortiert unter: On the way, Tecknick 1 Kommentar »Der Apple iPod hat ja eine schöne Rückseite aus Metall, die immer so schön glänzt. Da kann man entweder seinen Namen eingravieren lassen oder ständig die Fingerabdrücke wieder abwischen. Aber heute wurde ich Zeuge einer weiteren Nutzungsart für unser aller Lieblingsgadget. Ich war heute morgen mit der Straßenbahn auf dem Weg zur Arbeit. Ein paar Plätze vor mir saß ein Mädchen von ca. 15 Jahren (+/- 5 Jahre). Die war damit beschäftigt ihr Styling auf korrekten Sitz zu überprüfen und nutzte die Rückseite des iPod als Spiegel. Das ist sooooo tricky!! Da sag noch einer, dass die Jugend von heute komplett am Verblöden ist. Nix da! Allesamt Einsteins. Eitle Einsteins, aber dennoch.
Nerd Scheiß
Veröffentlicht: Mai 9, 2008 Einsortiert unter: me wants, Tecknick 1 Kommentar »Alter Finne. Wie geil ist das eigentlich? Im unten zu sehenden Video sieht man einen DVD-Projector, also einen Beamer, der aussieht wie R2-D2 aus den Star Wars-Filmen. Fährt sogar rum und man kann alle möglichen Quellen anschließen. Ist ein bißchen kostspielig mit 2800 Euro. Kann man aber ansonsten auch gerne hier bestellen.