Holzhammer-Methode
Veröffentlicht: November 23, 2010 Einsortiert unter: me watches | Tags: ARD, Klischees, Krimi, Mordkommission Istanbul Schreibe einen Kommentar »Am Samstag haben die Liebste und ich uns den ARD-Krimi „In deiner Hand“ der „Mordkommission Istanbul“ angeschaut. Die Vorschau sah noch ganz nett aus, doch leider versuchten die Macher, zu viele gesellschaftliche Themen anzuschneiden und haben sich dabei mächtig verhoben. Natürlich ist es nichts Ungewöhnliches, wenn in einem Krimi auch auf gesellschaftliche Themen und Probleme eingegangen wird. Passiert ja bspw. beim Tatort auch häufiger. Aber hier war es einfach too much.
Das erste Thema, welcher man sich in der Mordkommission also annahm, war die Entführung von Kindern. Hier war es ein kleiner Junge, der von seinem Vater aus Deutschland in die Türkei entführt wurde. Der Papa ein richtig böser Mann, der nach alter türkischer Sitte auch vor Gewalt gegen Frauen nicht zurückschreckt. Am Ende wird alles gut, dank unseres Super-Cops, dem Kommissar Özakin.
Als nächstes kam die Gleichberechtigung von Mann und Frau. In dem Krimi steht ein Banküberfall im Mittelpunkt. Die Leiterin der Bankfilliale ist eine in Harvard ausgebildete Managerin. Doch trotz exzellenter Zeugnisse muss sie ihr Dasein in einer mickrigen Bankfiliale fristen. Als der Kommissar sie darauf anspricht, erwidert die Fillialleiterin, dass sie immer wieder von ihren männlichen Vorgesetzten übergangen wird. Daraufhin der Kommissar: „Aber Frau Sporel, sicherlich gibt es hier und da noch Probleme bei der Gleichberechtigung, aber auch sie müssen zugeben, dass die türkische Gesellschaft hier in den letzten Jahren sehr große Fortschritte gemacht hat und auch weiterhin macht.“. Amen. Der Dialog wirkte völlig deplatziert und nur eingeschoben, um hier die Botschaft an den Mann zu bringen. Jaha, der Osmane kann auch Gleichberechtigung. Also in der Theorie sollte er es. Er ist nicht immer so ein Macho.
Zum Abschluss gibt es im Krimi relativ schnell einen Verdächtigen, der sowohl den Banküberfall als auch den Mord am Wachmann gesteht. Dabei ist relativ schnell klar, dass er den Mord gar nicht begangen haben kann. Dennoch bleibt er bei seinem Geständnis und ist bereit, lieber lebenslänglich in den Knast zu gehen als zuzugeben, warum er für die Tatzeit kein Alibi hat. Am Ende kann unser Super-Cop alles aufklären. Unser Verdächtiger ist nämlich homosexuell und zur Tatzeit hatte er ein Date mit seinem Freund. Und um das nicht der Polizei und vor allem seiner Frau erzählen zu müssen, nimmt er lieber einen Mord auf seine Kappe.
Sorry, aber das hat die gute ARD ihren Bildungsauftrag ein bißchen missverstanden. Hier werden einfach nur tumbe Klischees aneinandergereiht und ganz billig präsentiert. Die Türken sind also ein Haufen von Frauenschlägern, Kindesentführern, Schwulenhassern und Machos, die um jeden Preis die Gleichberechtigung behindern. Ein Traum und ein fetter Fail.
Going on a rant
Veröffentlicht: November 17, 2010 Einsortiert unter: me thinks, Sky und ich | Tags: Sky Abo, Sky Kundenservice, Sky Probleme Schreibe einen Kommentar »Wenn einem kein richtiges Thema einfällt, kann man sich auch einfach mal auskotzen. Erstes Opfer sind meine speziellen Freunde von Sky. Diesmal habe ich keine direkten Probleme mit dem Abo oder dem Sky Kundenservice. Nur langsam komme ich mir als Bestandskunde echt mal verarscht vor. Ich verstehe ja, dass Neukunden einen Bonus oder bessere Konditionen bekommen, aber teilweise ist das echt ein Tritt in die Eier, was Sky da veranstaltet. Zum einen hat man zwischendurch echt mal das Gefühl, dass Sky alle paar Stunden ein neues Angebot auf den Markt haut. Zum anderen sind die Preisnachlässe teils unglaublich, die man als Neukunde eingeräumt bekommt. Mein Ex-Boss hat genau das gleiche Sky-Paket wie ich (Sky Welt, Sky Bundesliga, Sky Sport und HD), doch während ich 50 Euro monatlich zahle, zahlt er gerade einmal 25 Euro im Monat. Und da er das Abo bei Saturn abgeschlossen hatte, gab es noch einen 100 Euro Einkaufsgutschein obendrauf. Klar, da kann man nix machen, Marktwirtschaft und so. Dennoch habe ich beschlossen, mein Abo zu kündigen, weil ich nicht einsehe, dass die Abopreise von Neukunden so eklatant von denen der Bestandskunden abweichen. Da fühlt man sich als Melkvieh und gerade so sollte man sich als Kunde nicht fühlen, auch wenn man so vom Unternehmen gesehen wird.
Als nächster Punkt kommt unsere Bilderbestellung dran. Für unser Wohnzimmer hatten wir uns im Internet ein paar schicke Bilder ausgesucht, die wir uns rahmen lassen wollten, um es ein bißchen gemütlich zu machen. Da haben wir uns ein paar schicke Motive ausgesucht und die in einer ordentlichen Größe samt Rahmen bestellt. Am Montag waren die Bilder schon da und wir haben sie voller Vorfreude ausgepackt, nur um dann festzustellen, dass die Freude ein bißchen zu früh kam. Die Bilder waren offensichtlich nicht für die von uns ausgewählten Formate optimiert, so dass wir dreimal farbigen Pixelmatsch geliefert bekommen haben. Wenn ich als Anbieter nun Bilder/Poster in diversen zur Verfügung stehenden Größen offeriere, wäre es total toll, wenn man auch mal dazu schreiben könnte, dass die Motive für die Größe X nicht geeignet sind. Es sei denn, man steht auf 8-Bit-Kunst. Und wehe die Vögel machen Stress bei der Rücksendung.
Und dann kommen wir noch auf zwei Filme zu sprechen, die wir in letzter Zeit geguckt haben. Als erstes wäre da der Oberkracher „Haben sie schon von den Morgans gehört?“. Sarah Jessica Parker und Hugh Grant in einer völlig vorhersehbaren romantischen Komödie nach Schema F. Das Schlimmste an dem Film ist die Tatsache, dass in dem ganzen Film vielleicht zwei Gags waren, die einen Lacher wert waren. Und Hugh Grant ist auch nur noch furchtbar. Mittlerweile sieht er aus wie ein chinesischer Faltenhund, wenn er sein „Dummer-Junge-Gesicht“ auspackt. Und der zweite Film war „Eine zauberhafte Nanny“. Alter Finne, war der schlecht. Ich sage nur: Schweine beim Synchronschwimmen.
Zum Abschluss noch ein Link zu meiner Meinung über die Robert Enke-Biografie von Ronald Reng.
Neuer Simon’s Cat-Clip
Veröffentlicht: November 15, 2010 Einsortiert unter: Allgemein | Tags: Cat-Content, Katzen, Miau, Simon's Cat Schreibe einen Kommentar »Katzen sind aber auch Mistviecher
Lobbyismus für Dummies
Veröffentlicht: November 6, 2010 Einsortiert unter: Internetz | Tags: Alexander Lehmann, Lobbyismus, Lobbyismus für Dummies, Wirtschaft Schreibe einen Kommentar »Ein feines Video (wieder einmal) von Alexander Lehmann und steht unter der CC:BY-NC-ND Lizenz
Time to say goodbye II
Veröffentlicht: Oktober 5, 2010 Einsortiert unter: On the way, Wohnung | Tags: Borgfeld, Bremen, Lüneburg, Rewe, Umzug 5 Kommentare »In den letzten vier Wochen ist es hier relativ ruhig geworden. Das hat unter anderem damit zu tun, dass wir die letzte Zeit damit zugebracht haben, unsere neue Wohnung in Lüneburg einzurichten und die alte Wohnung in Bremen auszuräumen. Der eigentliche Umzug war zwar schon Anfang August, aber bis Ende September bin ich noch in Bremen geblieben, damit ich nicht länger als notwendig zwischen Bremen und Lüneburg pendeln muss. Seit Ende letzter Woche sind wir in Bremen nun fertig, nur die Wohnungsübergabe steht noch aus.
Nach zweieinhalb Jahren endet damit das Kapitel Bremen. Es war eine schöne Zeit, in der ich mein Studium (endlich) zu Ende gebracht habe, wir geheiratet haben und ich auch eine Festanstellung gefunden habe. Vor allem Borgfeld ist ein sehr schönes Fleckchen Erde gewesen, an dem wir uns wohl gefühlt haben. Vor allem den Rewe hinter dem Haus, den man auch um kurz vor 22:00 Uhr noch entern kann, vermisse ich jetzt schon.
Nun hat es uns wieder an den Ort unseres Studiums gezogen, in die Stadt, die meine Frau an ihrem ersten Tag in Lüneburg gegenüber ihren Eltern als „schönste Stadt der Welt“ bezeichnete. Da war ja klar, dass wir wieder hingehen würden.
Doof nur, dass der SVW nun so weit weg ist und die Leute hier in der Gegend meist in H?V-Klamotten unterwegs sind. *burks*
Ein Extraleben
Veröffentlicht: September 1, 2010 Einsortiert unter: me reads | Tags: Constantin Gillies, Datasette, Der Bug, Extraleben, Retro Schreibe einen Kommentar »Vor ein paar Tagen habe ich das Buch „Extraleben“ von Constantin Gillies beendet. Ein sehr amüsantes Buch, welches ich regelrecht verschlungen habe. Die beiden Protagonisten sind Nick und der Ich-Erzähler, von dem man nur den Nickname „Kee“ im Laufe des Buchs erfährt. Die beiden arbeiten als Redaktions-Assistenten bei einer großen Zeitschrift und dürfen dort das „Mädchen für alles“ spielen. Beide haben sich in ihrem Zustand eingerichtet und treiben eher planlos durchs Leben, während alle anderen der großen Karriere nachlaufen.
Die beiden sind seit der Schule befreundet und schwelgen in nostalgischen Erinnerungen an vergangene Videospielzeiten. C64 und Atari 2600, das waren noch richtige Konsolen und an Klassiker wie „Space Invaders“ oder „Asteroids“ kommen heutige Spiele nicht ran. Die beiden sind Retrofreaks und Nick hat eine beeindruckende Sammlung alter Hardware. Als die beiden eine Runde am C64 zocken wollen, stoßen sie auf eine Nachricht, die mit dem Spiel nix zu tun hat. Die beiden wollen wissen, was es damit auf sich hat und einige Monate später nutzen die beiden ihren Urlaub, um in den USA die Spur weiterzuverfolgen. Dabei entwickelt sich eine Schnitzeljagd quer durch die Staaten.
Das Buch habe richtig gerne gelesen, vor allem weil die beiden solche Retronerds sind und einen wieder mit in die Zeit von Datasette und Co. mitnehmen. Das Ganze ist eine Art Roadmovie in Buchform und im Laufe des Buches wird klar, dass sich die Dinge für die beiden Hauptfiguren langsam ändern. Damals war eben doch nicht alles besser und bei genauer Betrachtung ist Pac-Man vielleicht noch für 15 Minuten Fun gut, aber dann ist auch vorbei. Aber da will ich jetzt auch nicht vorgreifen. Auf jeden Fall werde ich mir demnächst mal den Nachfolger „Der Bug“ holen.
Es geschehen Zeichen und Wunder
Veröffentlicht: August 31, 2010 Einsortiert unter: Sky und ich | Tags: Sky Abo, Sky Chaos, Sky Kundencenter, Sky Kundenservice, Sky Probleme Schreibe einen Kommentar »Wow, nach gerade einmal 4 Wochen kam heute der HD-Receiver von Sky an. Man ist schon fast versucht, zu sagen: „Das ging ja mal fix“. Seit meinem letzten Posting ist folgendes passiert:
Nach dem Rückruf und der damit verbundenen Ankündigung, mir den Receiver innerhalb von 2-3 Tagen zuzusenden, geschah erstmal nix. Letzten Dienstag, knapp zwei Wochen nach dem Anruf von Sky, habe ich noch einmal eine Mail an meine Freunde geschickt. Am Montag bekam ich dann einen Anruf. Angeblich hatte man mir den Receiver samt Smartcard schon zugeschickt, aber er konnte nicht zugestellt werden. Sky hatte die richtige Adresse und unser Briefkasten ist auch frei zugänglich. Aber es wäre hier in Bremen nicht das erste Mal, dass die Kollegen von der Post es mit der Lieferung nicht hinbekommen. Schon zwei- oder dreimal wurden Pakete an Nachbarn ausgehändigt, aber keine Benachrichtigung in den Briefkasten gelegt und irgendwann ist schonmal eine Sendung an den Absender zurückgegangen, wegen angeblicher „Unzustellbarkeit“.
Naja, nu ist das Teil da und dann werde ich das gleich mal freischalten lassen, um die schöne neue HD-Welt in Augenschein zu nehmen.
Never change a running Sky
Veröffentlicht: August 11, 2010 Einsortiert unter: Sky und ich | Tags: Sky Abo, Sky Hotline, Sky Kundenhotline, Sky Kundenservice, Sky Probleme 1 Kommentar »So ziemlich genau vor einem Jahr habe ich mich bemüht, bei Sky an ein Abo zu kommen. Dies stellte sich als gar nicht so einfach heraus. Das Ganze kann man in der entsprechenden Kategorie noch einmal nachvollziehen. Irgendwann hatte ich dann ja aber alle Zutaten und dann lief auch alles soweit. Ganz offensichtlich scheint es aber ein Problem zu sein, wenn man quasi in irgendeiner Form mit Sky interagiert, sei es, weil man eine Frage bzw. ein Problem hat oder das Abo ändern lassen möchte.
Ich wollte das HD-Paket dazubuchen, da es bis Ende Juli den HD-Receiver ohne Aktivierungsgebühr als Bonus gab. Erst online die Bestellung getätigt, aber leider war abends in meinem Konto nicht zu sehen, dass ich das Paket gebucht hatte. Ich also die Hotline bemüht. Die Dame dort hat dann meine Bestellung per Telefon aufgenommen. Smartcard und Receiver sollten samt schriftlicher Bestätigung in 2-3 Tagen folgen. Das war am 29. Juli. Bis gestern war immer noch nix da. Dann kurz eine Mail hingeschickt und wenig später wurde ich dann vom Sky Service angerufen. Da war im System nur die Bestellung des HD-Pakets vermerkt, aber nicht der HD-Receiver. Nun hat die nächste Mitarbeiterin meine Bestellung aufgenommen. Ich bin mal gespannt, was da nun von wird. Aber wenigstens ergeht es mir nicht ganz so wie dem Tobias von Meine Saison. Muss man ja auch mal positiv sehen.
Urlaubs-Review Teil II
Veröffentlicht: August 2, 2010 Einsortiert unter: On the way | Tags: César Manrique, Jameos del Aqua, Katamaran, Lanzarote, Puerto del Carmen, Timanfaya Nationalpark Schreibe einen Kommentar »Hier der zweite Teil meines Urlaubsberichts, der erste findet sich hier.
Sonntag
Am Sonntag sind wir dann mit der Katamaran-Fähre von Fuerteventura rüber nach Lanzarote. An Bord des Schiffs wurde mir ganz schön schlecht, ich bin einfach nicht für die Seefahrt geschaffen. Per Bus ging es dann vom Zielhafen aus ins Hotel und wir bezogen unser Zimmer. Dabei staunten wir nicht schlecht, dass wir mehr als fünf Minuten laufen mussten, um zum Zimmer zu gelangen. Nachmittags dann das Spiel Deutschland gegen England, was einfach nur furchtbar war. Aber gut, ich habe genau einen solchen Spielverlauf befürchtet und letztlich war das Ausscheiden mehr als verdient. Auch wenn das Spiel wieder einen Grund mehr für den Chip im Ball lieferte.
Der Katamaran, der für allgemeine Übelkeit sorgte
Montag
Das Hotel auf Lanzarote war im Gegensatz zum vorherigen Hotel auf Fuerte relativ zentral gelegen und gehörte zum Touri-Ort Puerto del Carmen. Montag dann wollten wir mal ein bißchen bummeln gehen und sind die Uferpromenade entlang geschlendert, immer in Richtung eines „tollen Einkaufszentrums mit mehr als 40 Geschäften“ (O-Ton Tui-Tante). In Puerto del Carmen reihte sich Ramschbude an Parfümerie an Ramschbude an Parfümerie usw. Und hier gab es auch essentielle Errungenschaften der westlichen Zivilisation, wie bspw. einen McDonald’s. Nach zwei Stunden (mit reichlich Pausen) erreichten wir das Einkaufszentrum und waren total baff – vor Enttäuschung. Außer einem Footlocker und einem Supermarkt war da nix Interessantes. Aber gut, man gönnt sich ja sonst nix in der Mittagshitze. Relativ schnell sind wir dann auch wieder zurück zum Hotel, um mal wieder Fußball zu gucken.
Dienstag
Dienstag dann haben wir uns mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Weg in die nahe gelegene Inselhauptstadt Arrecife gemacht. Hier gab es dann auch mal ein bißchen was anderes als nur Ramschbuden und Parfümerien. So konnten wir durch eine nette kleine Fußgängerzone flanieren und dem Phänomen der Siesta beiwohnen. Die ersten Geschäfte machten schon um halb zwei Uhr mittags zu und die letzten erst wieder so um fünf Uhr nachmittags wieder auf. Konsequente Sache. In der Zeit sind wir dann runter zu einer alten Hafenfestung und haben ein bißchen aufs Meer geschaut und gelesen. Den Abschluß des Tages bildete ein Besuch im Arrecife Grand Hotel. Dies ist mit 17 Stockwerken das höchste Gebäude der Insel und ganz oben kann man gemütlich einen Kaffee schlürfen. Wir also im Touri-Outfit rein in die Nobelherberge und ab in den 17. Stock. Oben angekommen schaute uns die Bedienung der Bar so mürrisch an, dass man ihre Abscheu uns gegenüber förmlich greifen konnte. Die Dame machte auch beim Bedienen den Eindruck, als würde sie sich lieber die Zehennägel rausreißen als uns zu bewirten. Aber egal. Abends dann lecker im mexikanischen Themenrestaurant im Hotel mal ein bißchen Abwechslung vom sonstigen Essen genossen.
Blick aus dem 17. Stock des Gran Hotel
Freitag
Am Freitag stand wieder einmal eine Inselrundfahrt an. Zu Beginn ging es in den Nationalpark Timanfaya, einem Gebiet voller Vulkane, welches auch Feuerberge genannt wird. Hier konnte man eindrucksvoll sehen, welche Spuren ein Vulkanausbruch hinterlassen kann. Danach ging es über eine Weinprobe und einen kurzen Stopp zum Mittachmachen zu den Jameos del Aqua. Dabei handelt es sich um ein Höhlensystem vulkanischen Ursprungs, welches vom Künstler César Manrique zum Teil umgewandelt wurde. Es war sehr beeindruckend, vor allem eine vom Meer abgetrennte Lagune mit weißen Krebsen hat mich sehr fasziniert. Abschließend ging es noch zum ehemaligen Wohnhaus von dem oben angesprochenen César Manrique, der mit seiner Kunst und Architektur die Kanaren geprägt hat. Das Haus hat er in Lavablasen hinein gebaut und war richtig abgefahren.
Jameos del Aqua – Außenbereich mit Pool
Am folgenden Sonntag sind wir dann wieder zurück nach Deutschland, wo es dann fast wärmer war als auf den Kanaren, dafür fehlte der kühlende Wind. Schön wars und ich kann die Kanaren nur jedem empfehlen.
Urlaubs-Review Teil I
Veröffentlicht: Juli 25, 2010 Einsortiert unter: On the way | Tags: All-Inclusive, Corralejo, Fuerteventura, Kanaren, Urlaub 1 Kommentar »Ende Juni, Anfang Juli waren die Frau und ich für zwei Wochen auf den Kanaren und haben dort die Seele baumeln lassen. Dabei waren wir zunächst eine Woche auf Fuerteventura und danach eine Woche auf Lanzarote. Hier noch ein kleiner Rückblick auf das Erlebte.
Montag
Montag geht es um viertel vor acht in Bremen los. Auf zum Bahnhof und dann nach Düsseldorf. Die Bahn bleibt zwischen Münster und Dortmund auch gleich mal spontan eine halbe Stunde stehen und die Frau kriegt schon die ersten leichten Panikattacken. Aber wir kommen mehr als rechtzeitig in Düsseldorf an und machen uns dann per Ferienbomber auf den Weg nach Fuerte. Im Hotel in Corralejo kommen wir ca. acht Uhr abends an und haben dann diesen Ausblick von unserem Balkon:
Dienstag:
Nach dem Frühstück empfängt uns der Reiseveranstalter und gibt ein paar Tipps. Daneben werden auch noch ein paar Ausflustouren angepriesen und im Anschluß gehen wir zum Schalter, um eine Inselrundfahrt zu buchen. Vor uns kommt ein Pärchen mit Kind dran. Die Eltern sind gerade einmal Mitte 20, aber offenbaren deutsche Gründlichkeit beim Meckern. 1.) Das Wetter: Das Pärchen beschwert sich, dass oft bewölkt ist und meist erst mittags die Sonne rauskommt. SKANDAL!!! 2.) Der Wind: Das ist immer so windig und teils echt voll nervig, weil einem immer der Hut wegweht. UNVERSCHÄMTHEIT!!! 3.) Der Strand: Am Strand ist aufgrund der starken Unterströmungen häufig rot geflaggt, was ein striktes Badeverbot zur Folge hat. WO IST DIE BILD-ZEITUNG???? Hier werden Urlauber vor dem Ertrinken geschützt und ihres Spaßes beraubt!!!
Ansonsten bleibt nur anzumerken, dass ich mich am Dienstag richtig krass verbrannt habe. Aua.
Freitag:
Nachdem wir uns schnell an den Rhythmus aus Schlafen, Essen, am Pool liegen, lesen, Essen und Schlafen gewöhnen konnten, steht am Freitag eine Inselrundfahrt an. Unsere Reiseleiterin, die Hannelore, erzählt ein bißchen viel von sich. Sie will die alte Hauptstadt vor dem Verfall retten und hat einen Verein dazu gegründet. Sie bietet geführte Wanderungen an und vermietet Zimmer in ihrem Haus. Das alles wurde uns in epischer Breite erklärt. Dennoch war die Rundfahrt sehr interessant. Wir lernen El Cotillo kennen, die alte Inselhauptstadt Betancuria, eine Ziegenfarm sowie eine Aloe Vera-Plantage. Zwischendrin gibt es noch lecker Happa.
Samstag:
Der letzte volle Tag auf Fuerteventura. Morgens um sieben aufstehen, um am Volkssport vieler Urlauber teilnehmen zu können: das Reservieren strategisch günstig gelegener Poolliegen. Obwohl es gerade erst hell wird, sind die Filetstücke schon weg. Aber schön, dass man im Willkommensschreiben des Hotels darauf hingewiesen wird, dass das Reservieren der Liegen nicht erlaubt ist und das Personal ggf. eingreift. Habe ich nicht einmal gesehen. Noch ein letztes Mal in Corralejo am Pool liegen und gegen Abend noch ein Strandspaziergang inklusive Bad im Meer.




