Das Alter

Es ist ja nun beschlossene Sache, dass das Rentenalter in Deutschland von 65 auf 67 Jahre erhöht wurde. Ich persönlich finde das jetzt nicht soo furchtbar schlimm, das Problem ist natürlich nur, dass es keinen Sinn macht, die Lebensarbeitszeit anzuheben, wenn die Menschen mit Mitte 50 schon als zu alt gelten und kaum noch Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. Aber es gibt Hoffnung: Morgen schickt sich ein 43-jähriger an, sich im hohen Alter noch mal zu quälen und stellt sich nach 10 Jahren wieder in den Ring. Einen Applaus für Henry Maske.

Es wird nicht so ganz klar, warum er sich das noch einmal antut: Ist das Geld alle? War ihm das Leben zu langweilig? Aber die Beweggründe sind egal. Es ist auch egal, dass der Kampf außerhalb des normalen Kampfgeschehens der Verbände steht, und Maske auch nicht Weltmeister werden kann. Sein Gegner ist der ebenfalls 43 Lenze zählende Virgil Hill. Dieser hat in den letzten zehn Jahren aber zumindest aktiv geboxt und somit nicht ganz die Erfahrung im Eierschaukeln wie unser „Gentleman“.

Aber wir wollen ja gar nicht lästern. Wir freuen uns mit Henry. Er zeigt allen mutlosen Menschen mittleren Alters, dass man sich auch jenseits der vierzig gepflegt die Fresse polieren lassen kann und darüber hinaus, dass man sich die Wartezeit auf den Parkinson verkürzen kann, indem man sich die Gehirnmasse schaumig schlagen lässt. Und wenn alles gut läuft, dann ist hier noch lange nicht Schluß, denn zum Glück kommt Graciano Rocchigiani in vier Monaten wieder aus dem Knast. Und dann gibt es noch Rene Weller. Und in drei bis vier Jahren ist bei Axel Schulz bestimmt auch die Kohle wieder alle und er lässt sich zum zweiten Schlaganfall prügeln. In diesem Sinne: Gut Holz!

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Song of the Moment….

So, neulich in der Online-Ausgabe der Visions über diese Band gestolpert. Da sie hauptsächlich über Plattformen wie MySpace zu einiger Aufmerksamkeit und wohl auch einem Plattendeal gekommen ist, nennen einige sie schon Web 2.0-Band. Ich hasse solche Floskeln. Aber egal, hier das Video. Und ja, es sind Spackos. Aber egal.

Filme am Wochenende…

Also, an diesem Wochenende haben Schatzi und ich Filme gesehen. Am Freitag ging es los. Leider war der Film kein guter Start. Wir haben uns „Der rosarote Panther“ mit Steve Martin und Jean Reno angeschaut. Der Film ist einfach nur schlecht. Bei jedem Gag weiß man ganz genau, dass er kommt und man weiß auch, was kommt. Dagegen ist die „Nackte Kanone“ Intellektuellen-Humor. Man müsste schlechte Remakes irgendwie verbieten können. Und das sich Jean Reno für so einen Quark hergibt ist auch mehr als peinlich.

Der zweite Film war „Children of Men“, den wir gerade eben geschaut haben. Ist echt ziemlich gut, der Streifen. Spielt im Jahre 2027 in England. Die Insel ist zu einem totalitären Staat geworden, unter dem vor allem die Ausländer leiden, die deportiert und verfolgt werden. Hinzu kommt, dass im Jahr 2009 das letzte Baby geboren wurde und seitdem sämtliche Frauen auf der Erde unfruchtbar sind. Der Held des Filmes lebt in dieser Welt und macht sich eigentlich herzlich wenig Gedanken über die Welt und das Geschehen um ihn herum. Auf einmal tritt seine Ex-Freundin an ihn heran und bittet ihn um einen Gefallen: Er soll einer schwangeren Frau zur Flucht verhelfen. Aber ich will hier nicht zuviel verraten. Der Film ist ziemlich drastisch und auch spannend. Zudem spinnt er die heutige Terrorbedrohung und die Reaktion der bedrohten Staaten weiter und malt auf dieser Grundlage ein ziemlich düsteres Bild der Zukunft. Empfehlenswert.

Schwein gehabt

Heute abend in Hamburg inner Kneipe das Spiel Bayern gegen Bremen gesehen. Tja, da kann man nur sagen: Schwein gehabt. In den ersten 35-40 Minuten hätten die Bayern auch gut und gerne drei bis vier Buden machen können. Aber dank Wiese und der Dämlichkeit von unserem Sprachgenie Podolski blieb es nur bei einem 0:1. In der zweiten Hälfte war es dann etwas besser, wobei auch da so manches Mal die Münchener gefährlich vor das Tor kamen. Und dann dieser geile Ausgleich aus dem Nichts. Schade, noch so ein Gurkending zum 2:1 für Bremen und ich hätte mich nicht mehr eingekriegt. So bin ich mit dem 1:1 hochzufrieden und hoffe, dass bald auch mal wieder sehenswerter Fußball serviert wird. Irgendwo muss doch die Form der Hinrunde noch aufzutreiben sein, oder?

Brechreiz!

Gerade „The Dome“ auf RTL II gesehen. Kommt da die Band „Nevada Tan“ auf die Bühne. Im ersten Moment dachte ich, ich sehe eine Sendung von vor 5 Jahren. Wer immer dachte, nach Linkin Park und diversen Nachahmerbands kann es nicht mehr schlimmer werden, hat sich getäuscht. Es geht noch WEIT tiefer. Denn man kann auch Rap/Metal-Musik auf Deutsch machen, mit einer Band deren Mitglieder zusammen soviele Haare am Sack haben, wie ich am kleinen Finger meiner linken Hand (so ca. 10 Stück). Wenn man sich den Ausschnitt aus ihrem Video auf der Homepage anschaut, dann finde ich den DJ mit Abstand am Geilsten. Einfach Hammer, wie der da so vermummt rumsteht. Und der Song, der Song, Kinder hört mir auf. Geht so megaaffentittengeil nach vorne. „Das ist die Revolution unserer Generation! Ja, ja! Yo, b**ch!“ Und dann die beiden „Rapper“: einer auf Hip-Hop gestylt, ganz stilecht mit NBA-Trikot und Cap, der andere ein bißchen auf bieder. Der eine Gitarrist auch fett mit Dreadlocks.

Aber hey, ich will hier ja nicht darauf hinaus, dass der Haufen gecastet sein könnte und verkrampft versucht, diverse Zielgruppen zu bedienen. Um Gottes Willen! Sowas kann es im Musik-Biz gar nicht geben. Okay, vielleicht bei den Boybands und Girlbands. Ja, auch bei Tokio Hotel, aber sonst leben die heutigen in den Charts vertretenen Bands doch das Konzept der Authentizität bis ins Letzte aus.

Und jetzt alle:  „Das ist die Revolution unserer Generation! Ja, ja!“

Hot in here..

Heute nach der Arbeit mal am Hamburger Hauptbahnhof nochmal flugs zu Burger King, um ein bißchen was für meine Kalorienbilanz des heutigen Tages zu tun. Unter anderem habe ich da den „Extreme Hot Double“ abgegriffen und da ist der Name ja mal Programm. Holla, danach weiß man aber, wo der Frosch die Locken hat. Wenn ich aufstoße, habe ich das Gefühl es zerfrisst mir die Speiseröhre. Freue mich schon auf die Endausscheidung. „Through a burning ring of fire……and it burns, burns, burns“. Gehe dann schon mal ultrazartes Klopapier kaufen.