Service

Gestern vormittag bin ich zur Arbeit nach Hamburg gefahren. Vor der Arbeit wollte ich noch fix eine Karte holen, da meine kleine Schwester Laura Geburtstag hatte. Wollte ihr dann noch ein bißchen Geld reintun, um meiner Kreativität ein Denkmal zu setzen. Also bin ich in die Sparkassen-Filliale in der Spitalerstr. gegangen, um ein paar Euros in ein paar britische Pfund umzutauschen. Dort hieß es dann, dass ich ausländische Devisen vorbestellen müsste. Da war ich ja erstmal baff. Auch der Versuch, dem Schalterheini begreiflich zu machen, dass ich nicht gleich einen Koffer voll Geld haben wollte, lief leider ins Leere. Kann man nix machen. Ja, nee, is richtig.
Wo leben wir eigentlich? Ich meine, da herrscht so viel Durchgangsverkehr und da laufen genug Touris rum. Wie läuft das denn da? „Sorry, da müssen Du machen Vorbestellung?“. Naja, Euros werden sie ja zur Genüge da haben.
Wobei mir die Banken ja schon immer ob ihrer Öffnungszeiten ein Dorn im Auge sind. Mittags immer locker zwei Stunden Mittagspause, mittwochs nur bis 13:00 Uhr und freitags ist auch schon um 15: Uhr Schluß. Das ist doch mal kundenfreundlich. Natürlich kann ich viele Dinge auch einfach per Internet regeln, aber Einzahlungen, Geld umtauschen und diverse andere Sachen lassen sich nur vor Ort regeln. Dort ist aber leider sehr häufig schon wieder oder immer noch die Tür zu. Tss. Vielleicht hätte ich auch eine Ausbildung zum Bankkaufmann machen sollen.

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Auf Du und Du mit den Großen…

Naja, ganz so dramatisch wie die Überschrift suggeriert ist es nicht. Aber in letzter Zeit laufen mir ständig die VIPs der Kategorie C und S (wie scheiße) oder V (wie Vergessen) über den Weg.
Am Freitag sehe ich zuerst die olle Jeanette Biedermann am Hamburger Hbf mit ihrer ganzen Entourage. Bussi, Bussi mit ihrer Maskenbildnerin und dem Rest der Mannschaft. Man kennt sich halt. Dann am Montag Alexander Klaws, seines Zeichens Ralf Schumacher-Doubler und Gewinner der ersten DSDS-Staffel. Junge, Junge, sieht auch in Realität genauso aus wie inner Glotze. Ob das ein Kompliment ist, muss jeder selber wissen. Und dann am gestrigen Tage noch der „Hannes Bachmann“ aus GZSZ. Gut, er spielt da nicht mehr mit, aber immerhin. Jaha, da wo ich bin, sind die Promis. Oder so.

Dann am Dienstag noch Gülcan und ihre dämliche Hochzeitssendeung gesehen. Boah, ist das schlecht. Er macht einen auf echten Macker, den die Alte ständig nervt und der auch nicht viele Worte verliert. Sie ist die Dampfplauderin ohne Punkt und Komma. Das Ganze ein einziges Blabla. Am besten noch die Stelle, wo der Sack mit Blumenerde leer ist:
Sie: „Das waren jetzt 45 Kilo?“
Er: „Nee, das waren 45 Liter, nicht 45 Kilo“
Sie: „Aber 45 Liter sind doch 45 Kilo. Ist beim Benzin auch so!“
Er: „45 Liter sind nicht einfach 45 Kilo. Das kommt auf das Material an. Benzin ist zum Beispiel leichter als Wasser.“
Sie: „Ja, aber Erde ist man viel schwerer als Benzin.“
Irgendwann habe ich mich aus der Diskussion intelektuell ausgeklinkt. Man muss ja nicht alles mitmachen.

Filme

We feed the world: Sehr gut gemachte Doku über die Lebensmittelproduktion auf der Welt und welche Auswirkungen die „Geiz ist Geil“-Mentalität der Industrienationen für die Dritte Welt hat. So überschwemmt die EU die Entwicklungländer mit Billigwaren und verhindern die Entwicklung einer konkurrenzfähigen Landwirtschft in den betroffenen Staaten. Aber auch das Beispiel des brasilianischen Regenwaldes, der für riesige Soja-Plantagen abgeholzt wird. Das hier angebaute Soja landet zu 80 Prozent im Ausland, obwohl ca. 25 Prozent der Brasilianer an Unterernährung leiden. Und zu guter Letzt das Beispiel Rumänien, wo die Bauern keine natürlichen Auberginen mehr anbauen, sondern nur noch Auberginen aus Hybridsaatgut, welches sich nur einmal aussäen lässt. Man kann aus den Hybrid-Auberginen kein neues Saatgut gewinnen, sondern muss neues Saatgut kaufen, welches relativ teuer ist. Hinzukommt, dass die Hybridauberginen zwar toll prall und knackig aussehen, aber dafür nicht mehr so gut schmecken.
Alles in allem ein sehr guter Film, der zwar eine eindeutige Aussage hat, aber dabei nicht so arg polemisch ist, wie die Filme eines Michael Moore.

Ocean’s 13: Ja, gestern gab es dann die volle Coolness-Dröhnung. Okay, vorweg ist zu sagen: Die Story ist platt und hanebüchen und kaum anders als die aus den anderen beiden Teilen. Es ist auch vor allem eine Starparade: George Clooney, Brad Pitt, Al Pacino, Matt Damon, Andy Garcia und Ellen Barkin, um die Wichtigsten zu nennen.
Aber es ist ein echt unterhaltsamer Film und ich habe mich gut amüsiert. Die mehr als zwei Stunden Film kamen mir viel kürzer vor. Man darf halt nicht zu viel erwarten, wie bei einem stumpfen Actionfilm. Und ich denke die Ladies kommen bei diesem Film eh auf ihre Kosten. 🙂

Das sind Dinge, von denen ich gar nichts wissen will….

Auf dem Weg zur Arbeit komme ich an einem Supermarkt vorbei und gehe jeden Tag rein, um mir eine Überlebensration für den Tag zu holen. Heute sind mir die Mitarbeiterinnen in den Laden echt sauer aufgestoßen. Zum einen unterhalten sich die Damen auch mal gerne lautstark über die Marotten irgendwelcher anderer Kunden unterhalten oder über deren Körpergeruch. Das will ich ja echt mal nicht wissen und es interessiert mich einen Scheißdreck. Vor allem stellt sich mir da die Frage, was die alten Schnepfen dann über mich wohl erzählen. Und so richtig wohl fühle ich mich dabei nicht so richtig. Meinetwegen können die über die Kunden und auch mich lästern, wie sie wollen, aber bitte nicht vor mir. Sollen sie in ihren Pausenraum gehen oder abends nach Feierabend tratschen. Nur bitte nicht vor mir, denn schließlich finanziere ich auch deren Gehalt mit. So ein Verhalten nennt man einfach nur asozial.
Das Gleiche gilt auch für Gespräche über Kollegen, die gerade nicht in der Nähe sind. „Ja, die Frau XXXX, die ist ja schon wieder krank. Das kann ich echt nicht glauben, blablabla!“ Habe schonmal überlegt, ob ich das nächste Mal nicht den Flurfunk in dem Supermarkt verbessere und die Lästereien bei Gelegenheit an die betroffene Person weiterleite. Könnte spannend werden.
Vielleicht wenden sich die Mitarbeiter dann einmal einem verbesserten Service zu und sagen auch mal „Guten Tag“, „Auf Wiedersehen“, „Bitte“ und „Danke“.

Crazy

Gestern abend spielten Dänemark und Schweden in der EM-Quali gegeneinander. Die Schweden gingen 3:0 in Kopenhagen in Führung, jedoch konnten die Dänen noch ausgleich. In der 89. Minute wird der Ball in den dänischen Strafraum geflankt und Christian Poulsen, seines Zeichens Ex-Schalker und schon immer eine dreckige Sau, schlägt Markus Rosenberg einfach nieder. Der Assistent macht den deutschen Schiri Fandel darauf aufmerksam, der Poulsen rot gibt und den Schweden beim Stand von 3:3 und in der 89. Minute einen Elfmeter. Daraufhin stürmt ein Fan den Platz und versucht Fandel zu verprügeln, der das Spiel danach abbricht.

Hoffentlich bekommt der Poulsen eine richtig lange Sperre. War ehrlich gesagt froh, als der nicht mehr in der Bundesliga sein asoziales Benehmen zeigen durfte.

EDIT: Der durchgeknallte „Fan“ dürfte dann wohl auch alle Hoffnungen der Dänen versenkt haben, mit zur EM 08 zu fahren. Denke mal, dass die UEFA hier hart durchgreifen wird. Vielleicht sollte man den „Fan“ dann dem wütenden Mob vor die Füße werfen.