Dinge, die ich schon immer machen wollte…

Habe mir am Samstag das Spiel Dead Rising für meine Xbox360 gezogen. Im Grunde geht es dabei um einen Fotografen, der in einen Ort gerät, der vom Militär hermetisch abgeriegelt wird. Grund dafür ist eine Zombie-Seuche, die um sich greift und fast alle Bewohner des Ortes befallen hat. Okay, man muss sich also diesen Horden erwehren. Was mir bisher imponiert hat, war die Rasenmäher-Variante: Man nehme einen Rasenmäher, schmeiße den Motor an und fahre damit in eine größere Gruppe von Zombies, um diese dann fachgerecht zu zerstückeln. Ein Spaß. Schade, dass es keine Zombies im echten Leben gibt. Es sei denn, man zählt die Zuschauer des Musikantenstadls dazu. So, ich muss wieder in den Garten, der Rasenmäher ruft. Hehe!

Lecker Schmecker

Busfahren kann auch was für Gourmets sein, da soll sich bloß keiner von den Schildern mit den durchgestrichenen Pommestüten und Getränkebechern täuschen lassen. Es ist nur mitunter recht subtil. Heute im Bus vom Bahnhof zur Uni und zum Sport gefahren. Vor mir steht ein mittelalter Mann und während ich ihn so betrachte, fällt mir ein Büschel Nasenhaare auf. Gut, Nasenhaare habe auch ich und ab und an linst mal eines aus meinem Riechkolben. Aber hier war es mehr ein Büschel oder gar ein Zopf. Ein zweiter Blick enthüllte dann, dass das Büschel mit einer leicht grünlich schimmernden, offensichtlich eingetrockneten Masse zusammengehalten wurde. *würg*
Obwohl mir langsam schlecht wurde, musst ich immer wieder hingucken. Zu faszinierend diese Zurschaustellung der Nasenhaar-Frisier-Kunst. Ein bißchen wie bei einem Autounfall, wo man trotz des Schreckens den Blick nicht abwenden kann. So, ich mache mir noch was zu essen. Mahlzeit.

Gekentert!

Am Mittwoch waren Schatzi und ich noch mit Christoph und Jule auf einer Kanutour. Wir sind nach Bienenbüttel gefahren, haben dort unsere zwei Kanus in Empfang genommen und uns in den reißenden Strom namens Ilmenau gestürzt. Für mich war es das erste Mal, dass ich Kanu gefahren bin und am Anfang gestaltete sich die Paddelei doch etwas schwierig, das weder Schatzi noch ich irgendeinen Peil hatten, was wir da tun. So krachten wir das eine oder andere Mal in die Uferböschung und vernichteten Lebensraum zahlreicher Tier- und Pflanzenarten. Irgendwann machten wir in Melbeck an einem Campingplatz eine Pause und nach ein paar Stullen und ein wenig Flüssigkeit machten wir uns weiter auf den Weg.
Irgenwann dann kam, was kommen musste. Wir paddelten auf eine Flußkurve zu und leider drifteten wir immer mehr auf das Ufer und einen im Wasser hängenden Baum zu. Das Paddeln wurde immer hektischer und ich hatte den Baum nicht mehr im Blick. Als ich wieder nach vorne schaute, befand sich ein Ast ca. 50 cm vor meinem Gesicht. Normalerweise soll man sich nach vorne ins Boot ducken, um Ästen und Co. auszuweichen. Doch damit hätte ich den Ast getroffen. Also, ab zur Seite und den Kahn zum kentern gebracht. *Platsch* waren Frau und ich im kalten Wasser. Ich habe ja keine Angst vor Wasser und kann auch schwimmen und alles, aber es war schon am Anfang ein bißchen Panik dabei. Vor allem war das Waser echt mal kalt wie Sau.

Eine Weile strampelte ich so vor mich hin in meiner Panik, bis mein Fuß den Grund berührte und ich merkte: „Ah, man kann hier also stehen?“. Dann waren die Paddel und die wasserdichte Tonne ins Wasser gefallen und trieben flußabwärts. Schatzi schaute dem Ganzen zu, so dass ich hinterher paddeln durfte. Das nächste Problem war, dass an dem Teil des Flusses die Böschung zu zugewuchert war, dass man nicht einfach an Land krabbeln konnte. Die Machete war leider noch zu Hause, so dass wir noch ein ganzes Stück flußabwärts mussten, um in Ruhe aus dem Wasser zu steigen.  An Land angekommen musste das Boot erstmal von dem reingelaufenen Wasser befreit werden, was auch klappte. Danach dann die wasserdichte Tonne aufgeschraubt und trockene Klamotten rausgeholt und sich dann umgezogen. Muss ein Bild für die Götter gewesen sein, denn irgendwann stand ich da nackig, nur noch mit Socken und Sportschuhen bekleidet auf der Wiese. Aus der Ferne wird es wie ein Gorillaweibchen ausgesehen haben: Titten, überall Haare und der kleine Mann war vor lauter Kälte auch verschwunden.

Nach dem Anlegen trockener Kleidung ging es uns schon viel besser. Wir sind dann wieder rein ins Boot, und Jule und Christoph hinterher, die schon weit weg waren, aber uns irgendwann entgegen kamen. Nach mehr als 5 Stunden sind wir dann in Lüneburg angekommen und wieder in der eigenen Bude habe ich meine Schuhe von kiloweise Schlamm befreit. War echt nett, trotz der unfreiwilligen Taucheinlage. 🙂

Live Earth

So, Schatzi und ich schauen gerade Live Earth. Wir hatten kurz überlegt, nach Hamburg zu fahren, aber die Eintrittspreise fand ich dann doch ein bißchen happig. Dafür, dass die Stars gerade einmal 15-20 Minuten spielen und dann in Hamburg auch keine wirklichen Knaller dabei waren. Aber hey, Yusuf Islam war da. Woohoo! *Schnarch* Hier noch ein paar random thoughts:

  • Die Jungs von Genesis sehen echt schon ein bißchen arg alt aus. Früher war ich ja mal großer Fan von uns Phil, aber ich bekomme schon langsam Mitleid mit dem alten Schrumpelgnom. Aber ins neue Wembley-Stadion möchte ich schon mal gerne.
  • Madonna sieht erschreckend jung aus. Was ist da los? Macht die das echt nur mit Sport? Und wieviel Aufwand muss man betreiben, um mit 50 noch so auszusehen? Und bei „La Isla Bonita“ hatte sie dann so zwei Straßenmusikanten dabei, die ganz offensichtlich wieder in ihren Käfig gehören.
  • Man muss die Ansagen eines Pharell Williams nicht ins Deutsche übersetzen. Das genügt vielleicht der Journalistenpflicht, die man bei N24 mit Sicherheit hochhält, aber ist im Endeffekt nur peinlich. Vor allem kann man sich die Mühe machen, auch mal das ganze „Motherfucker“ und „Niggas“ mit zu übersetzen. Wenn schon, denn schon.
  • Alicia Keys brauch mal jemanden, der ihr sagt, dass ihr das pinkfarbene Stretchkleid nicht passt, zumal sie da voll die fetten Beine drin hat, aus der Kategorie „Kartoffelstampfer“.
  • Schön auch, dass sich in den Pausen irgendeine nutzlose „Society“-Expertin zu Wort melden darf, die uns aufklärt, dass das Konzert in Tokio ja nicht so der Bringer war, weil man viele Bands ja gar nicht kenne. Nee, die Japaner haben bestimmt auch brennend auf Juli und Silbermond gewartet. Pffff.

Vorher haben wir noch die Doku von Al Gore geschaut. Die war eigentlich ganz gut, aber man merkt schon, dass da arg auf die Tränendrüse gedrückt wird und teils auch ein bißchen versucht wird, Al Gore als mitfühlenden Menschen zu zeigen. Danach kam dann noch „Galileo Spezial – Deutschland in der Klimafalle“. Boah, war das nervig. Die ganze Zeit so ein hysterischer Unterton. Ich wollte schon vom Balkon springen, ist ja eh alles am Arsch. Brandenburg vertrocknet, der Rheingraben säuft ab und Niedersachsen geht in immer stärker werdenden Stürmen unter. Und dann noch die Interviews mit einem Experten, der auch die ganze Zeit Panik verbreitete. Zu den Tipps, wie wir unsere Knackärsche noch retten können, bin ich nicht mehr gekommen, war einfach nicht zu ertragen. So, ich tue was für die CO2-Bilanz und mache den Rechner aus.

Studenten, dumm wie Brot

Am letzten Donnerstag habe ich eine Klausur geschrieben. Soweit, so unspektakulär. Die Klausur an sich ist nicht berichtenswert. Aber zum Ende der Klausur hin musste ich mich aufregen und vielleicht ist es ganz gut, dass ich den Beitrag erst heute, mit einigem Abstand, formuliere. Normalerweise ist es so, dass die Hörsäle bei Klausuren so belegt werden, dass man zum Nachbarn zwei Plätze freilässt und vor und hinter einem eine Reihe frei bleibt. Dies soll das Spicken und Abschreiben unterbinden. Bei der Klausur am Donnerstag war das leider nicht möglich, da der Hörsaal ein bißchen klein für die ganzen Leute war. Also haben wir uns da reingequetscht. Auch das noch kein Problem.
Die Klausur war auf 90 Minuten angesetzt. Eine Viertelstunde vor Ende der Klausur fiel immer mehr Mitstudenten ein, dass sie fertig sind und man ja schon mal abgeben kann. Dass dieses a) Unruhe bringt und b) die Leute stört, die aufstehen müssen, um die fertigen Leute durchzulassen, ist wohl keinem aufgefallen. Auch dem Dozenten nicht, der die Aufsicht hatte und seiner Assistentin. Es gaben immer mehr Leute schon mal ihre Klausur ab und es kam immer mehr Unruhe rein. Ich war schon innerlich völlig am Kochen, zumal der Dozent gar keine Anstalten machte, die Leute dazu anzuhalten, sitzen zu bleiben, bis die Zeit abgelaufen ist. Irgendwann wollte eine Dame, die genau in der Mitte der Sitzreihe saß raus, eine andere wollte sie aber nicht durchlassen, weil sie noch am schreiben war. Da zieht die alte Dränglerin eine Fresse, als hätte man ihr das Butterbrot geklaut und blieb stehen, bis sie durchgelassen wurde.
Was ich nicht verstehe ist, warum die Leute nich einfach warten können. Allein schon aus Rücksichtnahme auf andere. Warum sagt auch der Dozent nichts dazu? Irgendwann habe ich seine Assistentin rangewunken und meinte zu ihr, dass ich das Verhalten der Studenten, die schon fertig waren, für eine absolute Frechheit halte und ich nicht verstehe, warum die Aufsicht da nichts sagt. Als Antwort bekam ich dann, dass man sich das für das nächste Mal vornehmen würde. Irgendwie war ich dann auch sprachlos. Herrlich, diese absolute Ichbezogenheit der Leute. Ich bin fertig, ich will jetzt abgeben, denn wenn ich 10 Minuten früher abgebe, dann kann ich mir noch die Falten aus dem Sack bügeln.
Ach, ich war auch eine Viertelstunde vorher fertig und habe trotzdem gewartet, bis die Klausur offiziell zu Ende war.

Casting

Ordinary Decent Criminal movie download Gestern war ich mit Sebastian beim Casting zu der Show „Das Quiz mit Jörg Pilawa„. War echt mal interessant. Ich war nur Ersatz, weil Bastis eigentlicher Partner nicht konnte. Als ich von Katja angemeldet wurde, habe ich mich nicht groß gewehrt. Schließlich wollen wir ja heiraten und das will bezahlt werden. Außerdem bin ich der Meinung, dass in unserem Wohnzimmer ein Flachbild-Fernseher fehlt. 🙂 Also, auf zum Casting.
Um fünf war Beginn und um halb fünf schlugen wir da auf. Rein ins Hotel und die Räumlichkeiten für das Casting gesucht. Da haben wir dann noch die halbe Stunde mit Warten zugebracht. Dann rein in den Raum und hier bekamen wir alle Namensschildchen und durften uns setzen. Nacheinander mussten die Kandidaten-Paare sich gegenseitig vorstellen. Also, musste ich was über Sebastian sagen und er ein paar Takte über mich. Eine Frau war mit ihrer Mutter dort und als Mutti bei der Vorstellung nur über sich redete fiel die Tochter ins Wort:
Tochter: „Hallo, ich bin dran!“
Mutter: „Was? Achso, ja, dann sag doch, dass Du noch nicht fertig bist!“
Tochter: „Darum geht es nicht. Du sollst mich vorstellen und nicht über dich reden!“

Mutter: „Oh!“

Nach der Vorstellungsrunde kam dann ein Wissenstest mit 25 Fragen. Die wurden uns relativ schnell vorgelesen, um uns ein bißchen in Stress zu bringen. Pff, wenn das Stress sein soll, dann weiß ich ja nicht, was bei denen normales Tempo ist. Dann geht alles rückwärts? Die Fragen waren okay, eine habe ich auf jeden falsch gehabt und bei einer war ich nicht so sicher. Sebastian hatte auch ein gutes Gefühl. Danach war Pause und von den 20 – 25 Paaren sollten dann nur noch einige wenige zum Videocasting genommen werden. Wir sind an dieser Stelle rausgeknallt. Leider bekommt man nicht gesagt, woran es liegt. Klar ist, dass man beim Wissenstest wohl nicht allzu schlau sein darf, denn die wollen ja auch keine Kandidaten, die ständig den Jackpot knacken. Und dann ist auch die Geschichte wichtig, warum man sich kennt. Da konnten Sebastian und ich nicht soo auftrumpfen. Fünf Paare kamen nur weiter. Eines der Paare arbeitet bei der Sperrmüllabfuhr in Hamburg, was ja Raum für viele Anekdoten lässt (Was ist das interessanteste, was sie gefunden habe? usw.). Dann eine ca. 80-jährige Frau mit ihrem Schwiegersohn (ca. 20 Jahre jünger). Die Dame war immerhin schon Uroma, ich denke sowas zieht dann natürlich auch.

Naja, es war mal interessant, da mitzumachen, auch wenn wir nicht weitergekommen sind. Muss ich weiter Lotto spielen.

Das erstmals-betrunken-Stöckchen

So, habe also von der Nachtfliegerin ein Stöckchen gefangen und soll mich jetzt hier zum Thema „Zum ersten Mal besoffen“ äußern. Also, als ich zarte 15,5 Jahre alt war, bin ich eines Abends mit Axel auf die Verlobungsfeier seines Bruders gefahren. Axel hatte zwei Brüder, die beide einige Lenze mehr auf dem Ticker hatten als wir zwei. Wir dürften auch so ziemlich die Jüngsten dort gewesen sein. Vorher hatte man sich auch schon mal ein Bierchen gegönnt, aber auch nicht mehr als ein oder zwei. Zeit also, für eine Sauferei mit allen Extras.
Auf der Party wurden wir einem der Brüder in die tiefen Geheimnisse des „U-Boot-Saufens“ eingeführt. Dafür bekamen wir ein 0,4l Bier und darin wurde ein kurzer versenkt. Beide zusammen mussten dann auf Ex weggehauen werden. Unbedarft wie ich war, habe ich mich mit Begeisterung in die Materie gestürzt. Kann ja keiner ahnen, dass das Saufen auf Ex die Zeit bis zum Vollrausch erheblich verkürzt. Also, den ersten Becher angesetzt und runter damit. Zur allgemeinen Belustigung konnte ich den Humpen schneller leermachen als alle anderen. Angespornt durch die Aufmerksamkeit stürzte ich eine komplette U-Boot-Flotte runter. Und war ratzfatz voll wie ein Amtmann. Von der Party weiß ich nicht mehr viel, irgendwann wurde ich dann nach Hause gebracht, wo ich dann in einem letzten Anfall von Mitdenken einen Eimer neben das Bett stellte. Im Bett machte ich dann die erste Bekanntschaft mit dem guten alten Hubschrauber im Kopf. Alles drehte sich, und als alles nichts half, machte ich mich daran, den Eimer vollzumachen. Meine Mama hat alles mitgekriegt und sich schön einen gefeixt. Ich glaube, in der Nacht habe ich den Eimer später noch wieder saubergemacht.
Am nächsten Tag musste ich um acht aufstehen und nach Hamburg zu einem Handballturnier. Die ganze Fahrt über war ich fest davon überzeugt, früher oder später sterben zu müssen und gespielt habe ich wie ein Zombie. Nie wieder Alkohol habe ich mir geschworen. Und das hielt auch bis zum nächsten Pils.