Ing-er-Land, Ing-er-Land, Ing-er-Land!

Heute abend steht also der Klassiker zwischen England und Deutschland auf dem Programm. Und dürfte wohl mit „Not gegen Elend“ betitelt werden, denn Deutschland muss auf 11, die Engländer „nur“ auf 9 Spieler verzichten. Darunter leidet der allgemeine sportliche Wert der Veranstaltung. Anschauen werde ich es mir trotzdem. Leider hat man es als England-Fan im Moment nicht leicht. Während die Deutschen wohl in ihrer EM-Qualigruppe relativ locker auf den ersten Platz zusteuern, sieht es bei den Engländern eher düster aus. Platz vier in der Gruppe hinter Kroatien, Russland und Israel.

Alleine schon die Panik nach der erneuten Fußverletzung von Wayne Rooney machte deutlich, dass da einiges im Argen liegt. Meiner Ansicht nach gibt es mehrere Problemfelder:

1.) Sturm und Tor: England hat nur einen wirklich guten Stürmer: Wayne Rooney. Alleine schon die verzweifelten Versuche mit einem halbfitten Rooney bei der letzten WM zeigen, dass es hier ganz übel aussieht. Peter Crouch ist nur noch auf der Bank, Michael Owen ist immer noch nicht fit, Alan Smith hat nicht die nötige Klasse. Von Leuten wie Defoe und Bent ganz zu schweigen. Andy Johnson kommt schon alleine deshalb in Betracht, weil er wenigstens in Everton ein wenig Spielzeit bekommt.
Im Tor sieht es ähnlich mau aus. Mit der Ausnahme, dass hier nicht ein Spieler mit Klasse und Konstanz dabei ist. Während man sich in Good, Old Germany mit guten Keepern zuscheißen kann (Hildebrand, Wiese, Weidenfeller, Enke, Neuer, Adler, Schäfer – Lehmann lasse ich bewußt außen vor), vetrauen die Engländer auf Robinson und James. Beide immer wieder für Aussetzer gut und vor allem nicht von der nötigen Klasse. Bleibt die Frage, woran das liegt. Fehlt es an der nötigen Talentförderung? Spielen in der Premier League mittlerweile zu viele Ausländer, die verhindern, dass sich Talente durchsetzen? Ähnliche Diskussionen gab es ja auch hierzulande schon häufig.

2.) Die Spielweise: England befindet sich rein spielerisch genau da, wo Deutschland vor Klinsmann war. Man hat zwar gute bis teilweise sehr gute Spieler in den Reihen, aber das Spiel an sich ist schlecht. Die Engländer haben beim 3:0 gegen Andorra versucht, Peter Crouch (2,01m) dauernd mit hohen und langen Bällen zu füttern. Wohlgemerkt gegen Andorra. Das, was die Engländer teilweise abliefern, hat nichts mit modernem Fußball  zu tun. Schon die WM 2006 unter Sven-Göran Eriksson offenbarte gravierende, spielerische Mängel. Da ist es wenig hilfreich, wenn die Nationaltrainer immer wieder an der Paarung Lampard/Gerrard festhalten, obwohl da eigentlich nie was bei rausgekommen ist und Lampard auch die Tendenz zeigt, im Dress der „Three Lions“ keine Leistung zu bringen. Auch hier muss sich einiges tun, damit England auch wieder attraktiven Fußball zu zeigen. Vielleicht mit einem fitten Hargreaves auf der 6 und Gerrard als Mann hinter der Spitze.

3.) Der Trainer: Steve McClaren sitzt auf einem verdammt wackeligen Stuhl. Es gibt nicht wenige, die insgeheim in England hoffen, man möge doch bitte gegen Deutschland verlieren, wenn dann Steve gehen muss. Eigentlich sollte unter dem Rotschopf alles besser werden, doch leider geht es immer mehr den Bach runter. Der Fußball ist noch mieser als unter unserem schwedischen Frauenheld und McClaren demontiert sich selbst dadurch, dass er Beckham nach der WM rauswirft, nur um ihn vor einigen Monaten wieder ins Team zu holen, als der Druck der Öffentlichkeit zu groß wurde.  Sollte sich England unter McClaren nicht für die EM bei den Ösis/Schweizern qualifizieren, wird der Gute dann Asyl in einem anderen Land beantragen dürfen. Vielleicht tut die FA gut daran, hier einen änlichen mutigen Schritt zu tun, wie es der DFB mit der Verpflichtung von Klinsmann/Löw tat.

Für heute abend sage ich mal ein 1:1 vorraus und ein eher schwaches Spiel.

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Tss

Okay, ich bin kein HSV-Fan, aber was der Van der Vaart da gerade abzieht geht ja auch mal gar nicht. Nach dem ersten Saisonspiel fällt ihm ein, dass er doch noch nach Spanien wechseln will. Der HSV sagt – verständlicherweise – „Nein“ und Van der Vaart heult rum, dass jetzt sein Traum zerstört wäre. Er hätte schließlich nie einen Hehl daraus gemacht, dass er irgendwann einmal zu einem großen Club will. Mag sein, aber vielleicht hätte er das in der Sommerpause machen sollen und nicht jetzt, wo der Verein nicht mehr reagieren kann. Schön auch, wenn Spieler in so einer Situation immer wieder darauf verweisen, dass sie ja alles für den Verein gegeben hätten. Passt mal auf, ihr Arschgeigen: Bei dem Geld, dass ihr verdient, ist es jawohl das Mindeste, dass ihr alles gebt. So eine Scheiße können auch nur Sportler von sich geben.
Leider hat der HSV kaum eine Wahl. Man kann jetzt den harten Hund geben, aber was will der Verein mit einem Spieler, der weg will. Man beachte Kloses Rückrunde letztes Jahr und dann wissen alle, was ich meine. Zum Kotzen, dass in solchen Situationen immer die Spieler am längeren Hebel sitzen. Außerdem hat sich der kleine Rafael heute verletzt, als er seinen Sohn hochheben wollte und kann morgen im Uefa-Cup-Quali-Spiel vielleicht nicht auflaufen. Welch ein Zufall. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Einen Gruß aus dem Osten….

Das Wochenende habe ich mit Schatzi in Dresden verbracht. Ich muss ja sagen, dass ich Dresden echt schön finde. Das fängt mit der Altstadt an und den historischen Gebäuden, die hier dicht an dicht stehen: Semperoper, Zwinger, Hofkirche, Residenzschloss, Frauenkirche und so weiter. Einfach nur geil. Vor allem bei Nacht ist es richtig schön.
Man kann auch richtig gut shoppen gehen in Dresden. Zum einen gibt es die Altmarkt Galerie, eine Shopping Mall mit ganz vielen Geschäften und dann noch die Prager Straße, die ehemalige Haupteinkaufsmeile der Stadt. Hier wird in nur 300 m Entfernung von der oben genannten Altmarkt Galerie eine weitere Shopping Mall errichtet. Mir persönlich ist nicht ganz klar, warum und welche Geschäfte dann da noch rein sollen, aber ich bin ja auch kein Stadtplaner.

Auf der anderen Seite der Elbe (von der Altstadt aus gesehen) befindet sich die Neustadt. Das ist mehr so ein alternatives Viertel mit vielen Kneipen, Bars und kleinen Läden. Erinnert ein bißchen an das Schanzenviertel in Hamburg, aber zum Glück fehlen hier die ganzen Café-Latte-Stricher und das andere Aushilfs-Alternative-Neue-Medien-Pack. Ihr schreit nicht jeder allein mit seinem Auftreten: „Ich bin so Szene! Meine Dolce & Gabbana hat schließlich Löcher!“. Und vor allem gibt es hier die geilsten Döner und Dürüms von die Welt. Ungeschlagen ist der Halloumi-Dürüm, entweder hier oder hier. Einfach nur lecker.

Leider ging auch dieses Wochenende viel zu schnell vorbei. Und natürlich ist auch an Dresden nicht alles toll. Zum einen hat der große Fußballclub Dynamo Dresden äußerst zweifelhafte Fans, weshalb ich mich nicht für die schwarz-gelben erwärmen kann. Sicherlich ist es nur ein kleiner Teil der Fans, der wirklich auf Randale aus ist, aber man hat auch nicht das Gefühl, dass hier richtig dagegen vorgegangen wird. Hier ein kleines Beispiel. Und natürlich das Sächsisch. Furchtbar 🙂