Sky und die Scheu vor dem Service

Gestern habe ich herzlich gelacht. Im Briefkasten hatte ich die schriftliche Ausfertigung meiner Vertragsunterlagen zum Abo. Nicht schlecht. Hat nur knapp 4 Monate gedauert, denn schließlich habe ich am 01.08. das Abo abgeschlossen. Und selbst wenn das Abo erst ab Datum der Freischaltung der Smartcard gilt, ist dies der 06.08. Seitdem ich Kunde bin, habe ich mich nicht einmal bei Sky ins Kundencenter einloggen können. Wobei das nicht so ganz stimmt, denn der Login funktioniert reibungslos. Nur kann ich weder meine eine einsame Mail lesen, noch die Online-Kontoauszüge einsehen. Sind aus technischen Gründen gerade nicht verfügbar.

Zudem hatte ich neulich eine nette Diskussion mit der Sky-Hotline, bei der herauskam, dass ich in deren System seit 06.08. freigeschaltet bin. Komisch, dass ich Receiver und Smartcard erst am 11.09. erhalten habe. Dafür, dass mir schon im Oktober die SkyCinema-Kanäle gecancelt wurden gab es eine Gutschrift. Sagt die Service-Tante. Alles klar. Naja, ich werde mich in einer ruhigen Minute mal dran machen, das Abo zu kündigen. Letztlich ist es in der momentanen Version nur Geldverschwendung. Die Sportrechte sind höchstens dürftig. Keine Serie A, keine Premiera Division, kein US-Sport (okay, Wrestling), Formel 1 wird aus dem Studio in Deutschland kommentiert, kein Handball, kein Basketball, nada. Wenn Länderspielpause ist, kann man sich die 13. Wiederholung des Bundesliga-Knaller Hertha gegen Köln oder so angucken. Way to go, suckers!

Mittlerweile bringt man einen HD-Receiver inklusive 8 Monate Sky HD für 200 Euro an den Mann. Guter Deal. Wahrscheinlich hat man nach den letzten Quartalszahlen das Flattern bekommen. Die waren alles andere als gut. Bei allesaussersport kann man mehr Infos zu dem Thema bekommen. Naja, mal schauen, ob die das Ruder noch rumreißen oder den Karren bald endgültig festfahren.

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Filme gucken

Gestern und heute haben die Frau und ich uns cineastisch weitergebildet. Den Anfang machte dabei „Willkommen bei den Sch’tis„. Philippe ist Führungskraft bei der französischen Post und träumt von einer Versetzung an die französische Mittelmeerküste. Nachdem ein Versetzungsantrag abgelehnt wird, gibt er sich einfach mal als Behinderter aus, dumm nur, dass er bei der Überprüfung seines Antrags zum Abschluss aus dem Rollstuhl aufsteht, um sich zu verabschieden. Zur Strafe muss er in den Norden Frankreichs an die belgische Grenze. Das ist von der Provence aus gesehen schon fast der Nordpol. Man hält dort nicht viel von den Bewohnern des Nordens und Klischees dominieren das Denken. Doch bei den Sch’tis angekommen, stellt sich heraus, dass sie doch wesentlich umgänglicher und freundlicher sind als gedacht. Der Film ist nett und bietet ein klassisches Happy End mit allem Drum und Dran. Leider fehlten mir ein bißchen die Gags im erfolgreichsten französischen Films aller Zeiten. Aber schlecht ist er beileibe nicht.

Dann hatte die Frau noch Terminator – Die Erlösung ausgesucht (okay, ich wars). Naja. Was für ein Haufen Quark mit Soße. In der Zukunft ist John Connor sowas wie der Heiland für diejenigen Menschen, die den Nuklearkrieg gegen die Maschinen überlebt haben. Einige Menschen leisten Widerstand gegen die Roboter und scheinen die ultimative Waffe gefunden zu haben. Dazu kommt ein Roboter mit menschlichem Herz und Hirn und fertig ist das Bullshit-Bingo. Erstaunlich, dass sich Christian Bale für so eine hirnlose Kacke hergegeben hat. [Spoiler] Und sogar Arnie darf in einer digitalen Version mitspielen. Aber da hat wohl schon das Geld für die Spezialeffekte gefehlt, denn das sah richtig billig aus.[/Spoiler]

Heute dann der erste Teil des Baader-Meinhof-Komplexes in der ARD. Hmm, ich habe ja ein bißchen zu dem Thema gelesen, durch mein super-interdisziplinäres Studium *gähn*. Natürlich ist es schwierig, das Thema innerhalb eines Filmes einigermaßen zu bearbeiten, dennoch wird mir vieles zu knapp abgehandelt. Ohnesorg tot, Dutschke schwer verletzt und *zack* sind alle radikalisiert und fertig ist die RAF. Zudem steht die Gewalt im Vordergrund und man spart nicht mit brutalen Szenen. Nach einem Sprengstoffattentat schleppt sich ein amerikanischer Soldat mit nur einem Bein aus dem zerstörten Gebäude, während sich sein Kamerad den Hals hält, wo das Blut nur so rausströmt. Natürlich spielte die Gewalt eine große Rolle in der RAF, aber ein Film über die RAF sollte nicht zu einem reinen Actionspektakel verkommen. Morgen dann der zweite Teil, ich bin gespannt.

Twitter und Facebook auf der 360

Seit gestern kann man als Besitzer einer 360 und Inhaber einer Gold-Mitgliedschaft für Xbox Live die beiden Web 2.0-Angebote Twitter und Facebook nutzen. Schauen wir uns die beiden Dienste doch einmal kurz an:

Twitter: Ich bin nicht der allergrößte Twitter-Junkie auf dem Planeten, doch die Tatsache, dass ich jetzt auch vom Sofa aus Twitter nutzen kann, gefällt mir. Doch bei genauerem Hinschauen entpuppt sich das Ganze mehr als eine Art „Twitter Light“. Auf meinem PC verwende ich den Twhirl/Seesmic Desktop-Client, um meine Timeline in Schach zu halten. Das Ganze kann man im Hintergrund laufen lassen und ab und an kommt eine Benachrichtigung, dass irgendwer einen Tweet abgesetzt hat. Auf der 360 funktioniert das leider ein bißchen anders. Um Twitter nutzen zu können, muss man sich im Hauptmenü der 360 befinden, wo man Twitter rauskramt, startet und nichts anderes mehr machen kann. Während des Spielens oder dem Abspielen von Videos und ähnlichem läuft Twitter nicht im Hintergrund und setzt auch keine Benachrichtigungen über neue Tweets in der Timeline ab.

Was aber wesentlich schwerer wiegt, ist die Tatsache, dass die 360 keinerlei Möglichkeit bietet, im Netz zu surfen. Somit können die Links in den Tweets nicht geöffnet werden, womit die Sache in meinen Augen nicht mal halb so viel Spaß macht. Auch Bilder, die bei Twitpic landen, kann man sich so nicht anschauen. Alles in allem ist das Feature ganz nett, aber leider dann doch zu beschränkt, um voll überzeugen zu können.

Facebook: Auch Facebook ist eher eine Light-Version, die speziell für die 360 angepasst wurde. Man kann sich die Statusmeldungen der Facebook-Freunde anschauen, kommentieren, bewerten, sich Fotos anschauen und ein bißchen rumspielen. Doch integrierte Links, Videos und die allseits beliebten Zeitvernichter à la „Farmville“ *würg* bleiben außen vor. Ist ganz nett, aber nicht wirklich die Offfenbarung.

Schade, dass beide Services auf der 360 ein wenig am nicht vorhandenen Browser scheitern. So kommt man in beiden Fällen nur in den Genuss einer deutlich abgespeckten Variante, die zwar ganz nett ist, aber eben nur das halbe Erlebnis bietet. Zudem sollte man auf jeden Fall eine Tastatur für den 360-Controller haben, denn sonst ist auch das Verfassen eines 140-Zeichen-Tweets schon eine nervige Angelegenheit.

Neu ist auch der Name für den Videodienst, der nun Zune heißt. Man konnte schon vorher Videos ausleihen und herunterladen (die man dann in einem bestimmten Zeitfenster angucken konnte), doch nun gibt es auch die Möglichkeit, die Filme direkt zu streamen (wenn die Bandbreite reicht) und nicht erst auf den fertiggestellten Download warten zu müssen. Leider ist das auch (in meinen Augen) ziemlich teuer. Will ich mir einen Film in HD-Qualität anschauen, muss ich 540 oder 560 Microsoft-Points auf den Tisch legen, was so ca. 7 Euro sind. Für einen Film in SD-Qualität werden 360 MS-Points fäliig, ca. 4,50 Euro. Ich werde es mir mal demnächst anschauen. Vielleicht überzeugt das Ganze ja dann doch, trotz der hohen Kosten.

Zerstörungs-Porno

Am letzten Donnerstag waren wir mit einem befreundeten Pärchen im Kino, um uns die neueste Zerstörungs-Orgie von Roland Emmerich anzuschauen, die da heißt: 2012. Die Story ist so dünn wie belanglos: Laut Kalender der Maya geht am 21.12.2012 die Welt unter. Im Jahr 2009 werden Anzeichen gefunden, dass die Prophezeiung der Maya vielleicht doch nicht nur Mumpitz ist. Dann Schnitt ins Jahr 2012 und die Kacke ist am Dampfen. So dumpf die Hintergrundstory sowie die Geschichte um eine weltweite Verschwörung der Mächtigen und Reichen auch sein mag, die Effekte knallen. Man kann ja sagen, was man will, aber Emmerich weiß einfach, wie man etwas kaputt macht. So bleibt der Film weitesgehend sehenswert. Die letzte halbe Stunde ist mit dem üblichen Pathos gefüllt, der in Hollywood wohl Pflicht zu sein scheint. Das hätte man auch gut mal weg lassen können. Ich hoffe, Emmerich veröffentlicht eine Fassung auf DVD, die nur die Zerstörungsszenen enthält. Damit wäre ich persönlich völlig zufrieden. 🙂

Twenty years later

Heute also jährt sich der Mauerfall zum zwanzigsten Mal. In den letzten Tagen und heute ist viel zur historischen Bedeutung und zum geschichtlichen Maßstab des Tages gesagt worden. Tja, da wollte ich nur sagen: Ohne Mauerfall hätte ich die tollste Frau der Welt wohl nie kennengelernt. Daher ist der Tag auch für uns was Besonderes. Danke an alle Beteiligten von damals 🙂