4 Wochen PSP

Vor genau 4 Wochen habe ich von meiner Süßen eine PSP von Sony geschenkt bekommen. Zeit für ein kleines Fazit. Die PSP kam im Bundle zusammen mit „Little Big Planet“, einem richtig guten Jump’n’Run mit dem kleinen knuddeligen Sackboy (dämliche Witze bitte in den Kommentaren). Das Spiel macht richtig Spaß.

Die PSP selbst ist echt cool. Für ein Handheld-System hat sie ein großes Display und liegt angenehm in der Hand. Die Klavierlack-Optik nervt ein bißchen, da man die Fingerabdrücke so gut sehen kann. Daneben bietet die PSP auch die Möglichkeit, Musik und Videos abzuspielen, was ich bisher aber noch nicht so richtig ausgenutzt habe. Zum Glück habe ich keine von den neuen PSP Gos bekommen. Die sind seit ein paar Monaten auf dem Markt und lassen sich aufschieben, wie bei manchen Handys. Dafür verzichten sie auf ein Laufwerk für die UMDs, den Spielediscs der PSP. Daher muss man also alle Spiele für die PSP Go runterladen und ist abhängig von der Preisgestaltung im Playstation Network Store. Spiele können auch nicht mehr gebraucht gekauft oder verkauft werden. Mich persönlich schreckt das alleine schon ab.

An der Spielefront ist die PSP so lala aufgestellt. Einerseits gibt es da schon richtig geile Perlen, wie bspw. „LocoRoco“ oder „Patapon“, die einfach durch ein abgefahrenes Spielprinzip überzeugen und in ihrer Einfachheit Spaß machen. Demgegenüber stehen viele Umsetzungen von Spielen, die schon auf PS 2 oder PS 3 erschienen sind. Dies gelingt mal mehr, mal weniger gut. Oftmals scheitern diese Umsetzungen daran, dass die PSP – im Gegensatz zu den Controllern der großen Konsolen – keinen zweiten Analogstick zum Steuern besitzt. Was mich aber auch nicht davon abgehalten hat, FIFA 10 für die PSP zu holen, damit ich den ruhmreichen SV Werder auch unterwegs zu Ruhm verhelfen kann. 🙂

Die PSP war eine richtig geiles Geschenk und macht einfach Spaß. Klare Empfehlung.

Advertisements

Die Leiden des jungen D.

Gestern abend habe ich die Biografie „Zurück ins Leben“ von Sebastian Deisler zuende gelesen. Ich war nie ein großer Fan von ihm, wahrscheinlich weil er halt nie in grün-weiß gespielt hat. Zum anderen hat mich das hystersiche Geschrei um seine Person immer abgeschreckt. Allein schon die „Basti Fantasti“-Nummer, die anfing nachdem er sein erstes Tor für Gladbach schoss, das Ergebnis eines unwiderstehlichen Solos über den halben Platz. Dann die ständige geheuchelte Anteilnahme bei seinen immer wiederkehrenden Verletzungen und als 2003 herauskam, dass er an Depressionen leidet.

Das Buch gibt einen guten Einblick in die kurze Karriere Deislers und zeigt vor allem, wie sich Deisler innen drin gefühlt hat. Am 6. März 1999 schießt Deisler das oben genannte Tor und wird in diesem Moment zum Hoffnungsträger einer ganzen Nation. 1998 war Deutschland bei der WM im Viertelfinale an Kroatien gescheitert, Vogts hatte kurze Zeit später abgedankt und Ribbeck trainierte die Nationalmannschaft. Auf Deisler vereinigten sich nun also all die Hoffnungen der Fans. Im Sommer 99 wechselt er zur Hertha nach Berlin, wo er der alten Dame neuen Glanz verleihen soll. Deisler selbst hofft, in der Anonymität der Großstadt untertauchen zu können, doch diese Hoffnungen erfüllen sich nicht. Die Fans, die Medien und die Vereinsverantwortlichen sehen in ihm den Heilsbringer, der den Verein und die Nationalmannschaft in ein goldenes Zeitalter führen wird.

Dieser Druck begleitet Deisler seine ganze Karriere hindurch. Bis heute hat es ein einzelner Spieler in Deutschland nie wieder geschafft, eine solche Hysterie auszulösen. Deisler selbst ist unter anderem auch an diesem Druck irgendwann zerbrochen. Ihm ging es nur darum, Fußball zu spielen. Das ganze Drumherum mit Medien, Werbepartnern und vielem mehr hat ihn nie interessiert, sondern nur angewidert. Natürlich kommen bei Depressiven mehr Faktoren zusammen, so hat Deisler auch eine gewisse Anlage zur Depression und sich selbst stark unter Druck gesetzt. Erschwerend kam seine Verletzungsanfälligkeit hinzu, alleine am rechten Knie musste er mehrfach operiert werden.

Unter viel Geschrei wird im Herbst 2001 bekannt, dass Deisler schon für den Sommer 2002 mit den Bayern einig geworden ist. Er gilt fortan in Berlin als Verräter. Sein Vereinsmanager Dieter Hoeneß hatte er schon im Sommer 2001 darüber informiert, dieser aber hatte Deisler das Versprechen abgerungen, noch bis zum Winter dichtzuhalten. Eine Indiskretion eines Bankangestellten sorgte dafür, dass alles an die Öffentlichkeit kam. Statt Deisler in Schutz zu nehmen und die Wahrheit zu erzählen, lässt der Verein zu, dass Deisler öffentlich gegrillt wird.

Auch bei den Bayern kommt Deisler nicht zur Ruhe. Statt einen weiteren Schritt nach vorne zu machen, kann er sich nie ganz durchsetzen, Verletzungen und seine 2003 bekannt gewordene Depression sorgen dafür, dass er zunehmend an Ansehen innerhalb des Vereins verliert und nach Jahren des Leidens gibt er Anfang 2007 seinen Abschied vom Profifußball bekannt.

Deislers Geschichte ist tragisch, so wie die Geschichte vieler anderer Depressiver. Deisler war mit unglaublich viel Talent gesegnet, doch Spieler seiner Klasse können nicht einfach nur kicken. Sie werden zu einem öffentlichen Gut, von dem jeder ein Stück abhaben möchte. Schon nach Deislers Abtritt gab es eine Diskussion über die Zustände im Profifußball und den Umgang miteinander. Diese Diskussion ist nach dem Suizid von Robert Enke erneut hochgekocht. Doch ändern wird sich auch nach diesem tragischen Ereignis nichts. Alleine schon die Wahl von Felix Magath zum Trainer des Jahres zeigt, dass man nichts gelernt hat oder lernen will. Fachlich mag man Magath nix ankreiden können, aber letztlich beruht ein nicht unerheblicher Teil seines Erfolgs auf der Verbreitung von Angst und dem Einfordern absoluten Gehorsams. Er ist sich auch nicht zu schade, einen Spieler wie Albert Streit den Fans und der Presse öffentlich zum Fraß vorzuwerfen oder Spieler, die keine Perspektive mehr haben, eiskalt abzuservieren und am langen Arm verhungern zu lassen. Aber gut, Erfolg geht dann offensichtlich über alles und das „Wie?“ hinterfragt dann auch keiner.

Deislers Buch gibt einen guten Einblick in das Innenleben eines Gescheiterten und zeigt, wie man auch am Glamour der Fußballwelt zerbrechen kann und nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. Ich kann das Buch nur empfehlen, weil es mal was anderes ist als die üblichen Sportler-Biografien und auch weil die Geschichte bei Deisler noch ein glimpfliches Ende genommen hat.

Crazy shit

Wer schlechte Laune hat und seine bisherige Lebensleistung in Frage stellt, schaut sich das anschließende Video nicht an, wo ein 5-jähriger Steppke „Chop Suey“ von System of a Down an den Drums nachspielt. Könnte schwerste Depressionen auslösen. 🙂

In seinem Youtube-Channel gibt es noch mehr coole Videos und auch Songs mit weniger Krach für die saitbesaiteten Puschis da draußen. (via)

X-Mas, Jahreswechsel und Co.

So, nun mal ein paar Zeilen zu den schon fast ewig zurückliegenden Festtagen. Weihnachten war relativ entspannt. Heiligabend bei meiner Familie, Sony PSP und Lego Star Wars Tie Fighter von der Frau geschenkt bekommen. Am ersten Weihnachtstag dann zu den Schwiegereltern nach Dresden gefahren und zunächst einmal entspannt. Am 28. machten dann auch mal die Geschäfte auf und dann haben wir uns ein bißchen dem Konsum hingegeben. Unter anderem sprang dabei ein Blu-Ray Player raus und ein bißchen Futter für das neue Gerät.

Während unseres Dresden-Aufenthalts waren wir auch einen Abend im Kino und haben uns „Inglorious Basterds“ angeschaut. Junge, war das ein Haufen Mist hoch zwei. Nach den Trailern dachte ich immer, der wenigstens noch witzig oder so, aber da war ja nischt. Eine Reihe meist dümmlicher Dialoge, die von Splatter-Gewaltszenen „aufgelockert“ wurden. Verstehe immer nicht, warum jeder Furz von Tarantino immer so hochgejazzt wird. Bis auf „Reservoir Dogs“ und „Jackie Brown“ finde ich seine Filme bestenfalls banal. „Pulp Fiction“ habe ich nie länger als eine halbe Stunde gucken können, obwohl ich es mehrfach versucht habe. Aber gut, vielleicht ist mein Geist einfach zu klein, um das Genie von Tarantino zu begreifen. Jedenfalls war „Basterds“ einer der wenigen Filme, wo ich den Drang hatte, vorzeitig zu gehen.

Zurück zum Thema: Silvester sind wir dann wieder nach Bremen gefahren und haben mit zwei befreundeten Pärchen einen entspannten Jahreswechsel gefeiert. Neujahr dann noch Resteessen und das letzte Wochenende dann gechillt, bevor am Montag dann wieder Mr. Alltag in der Tür stand. Yo, das wars auch schon wieder.