Urlaubs-Review Teil I

Ende Juni, Anfang Juli waren die Frau und ich für zwei Wochen auf den Kanaren und haben dort die Seele baumeln lassen. Dabei waren wir zunächst eine Woche auf Fuerteventura und danach eine Woche auf Lanzarote. Hier noch ein kleiner Rückblick auf das Erlebte.

Montag

Montag geht es um viertel vor acht in Bremen los. Auf zum Bahnhof und dann nach Düsseldorf. Die Bahn bleibt zwischen Münster und Dortmund auch gleich mal spontan eine halbe Stunde stehen und die Frau kriegt schon die ersten leichten Panikattacken. Aber wir kommen mehr als rechtzeitig in Düsseldorf an und machen uns dann per Ferienbomber auf den Weg nach Fuerte. Im Hotel in Corralejo kommen wir ca. acht Uhr abends an und haben dann diesen Ausblick von unserem Balkon:

Dienstag:

Nach dem Frühstück empfängt uns der Reiseveranstalter und gibt ein paar Tipps. Daneben werden auch noch ein paar Ausflustouren angepriesen und im Anschluß gehen wir zum Schalter, um eine Inselrundfahrt zu buchen. Vor uns kommt ein Pärchen mit Kind dran. Die Eltern sind gerade einmal Mitte 20, aber offenbaren deutsche Gründlichkeit beim Meckern. 1.) Das Wetter: Das Pärchen beschwert sich, dass oft bewölkt ist und meist erst mittags die Sonne rauskommt. SKANDAL!!! 2.) Der Wind: Das ist immer so windig und teils echt voll nervig, weil einem immer der Hut wegweht. UNVERSCHÄMTHEIT!!! 3.) Der Strand: Am Strand ist aufgrund der starken Unterströmungen häufig rot geflaggt, was ein striktes Badeverbot zur Folge hat. WO IST DIE BILD-ZEITUNG???? Hier werden Urlauber vor dem Ertrinken geschützt und ihres Spaßes beraubt!!!

Ansonsten bleibt nur anzumerken, dass ich mich am Dienstag richtig krass verbrannt habe. Aua.

Freitag:

Nachdem wir uns schnell an den Rhythmus aus Schlafen, Essen, am Pool liegen, lesen, Essen und Schlafen gewöhnen konnten, steht am Freitag eine Inselrundfahrt an. Unsere Reiseleiterin, die Hannelore, erzählt ein bißchen viel von sich. Sie will die alte Hauptstadt vor dem Verfall retten und hat einen Verein dazu gegründet. Sie bietet geführte Wanderungen an und vermietet Zimmer in ihrem Haus. Das alles wurde uns in epischer Breite erklärt. Dennoch war die Rundfahrt sehr interessant. Wir lernen El Cotillo kennen, die alte Inselhauptstadt Betancuria, eine Ziegenfarm sowie eine Aloe Vera-Plantage. Zwischendrin gibt es noch lecker Happa.

Aloe Vera Plantage

Samstag:

Der letzte volle Tag auf Fuerteventura. Morgens um sieben aufstehen, um am Volkssport vieler Urlauber teilnehmen zu können: das Reservieren strategisch günstig gelegener Poolliegen. Obwohl es gerade erst hell wird, sind die Filetstücke schon weg. Aber schön, dass man im Willkommensschreiben des Hotels darauf hingewiesen wird, dass das Reservieren der Liegen nicht erlaubt ist und das Personal ggf. eingreift. Habe ich nicht einmal gesehen. Noch ein letztes Mal in Corralejo am Pool liegen und gegen Abend noch ein Strandspaziergang inklusive Bad im Meer.

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Dialoge aus dem Leben

Heute bei Ikea gewesen und dann versucht, ein Schrank zu bestellen. War gar nicht soo einfach.

Ich: „Schönen guten Tag, wir würden gerne so ein Pax-System bestellen und nach Lüneburg liefern lassen. Ich habe hier auch schon einen Ausdruck der benötigten Teile“

Verkäufer: „Okay, dann gebe ich das mal kurz ein.“

Ich: „Liefern Sie auch am Samstag?“

V: „Also, wir liefern ja gar nicht, sondern das macht Hermes, aber die kommen auch am Samstag“

Irgendwann hat der junge Mann die Artikel in den Computer gehackt und auch unsere Adresse aufgenommen.

V: „Möchten Sie noch den IKEA-Einkaufsservice nutzen? Das ist so eine Art Rundum-Sorglos-Paket und kostet nur 25 Euro.“

Ich: „Und was beinhaltet das? Eine verlängerte Garantie?“

V: „Nein, das bedeutet, dass IKEA-Mitarbeiter die Teile des Schranks für sie aus dem Regal holen und für die Lieferung vorbereiten.“

Ich: „Häh?! Ich zahle 90 Euro für die Lieferung und muss mir dann die Sachen selbst zusammensuchen?“

V (debil grinsend): „Ja, genau.“

Ich: „Na gut, nehmen wir das auch.“

V (lässt sich vom Computer die Liefertermine anzeigen): „Also, ich kann Ihnen nächsten Donnersag anbieten zwischen 08:00 Uhr und 14:00 Uhr“

Ich: „Geht nicht. Eigentlich kommt nur der Samstag in Frage.“

V (scrollt durch die nächsten Wochen): „Ich kann Ihnen Donnerstag in einer Woche anbieten. Oder den Montag danach.“

Ich: „Äh, meine Frau und ich sind berufstätig, daher geht nur der Samstag.“

V: „Ja, aber samstags liefert Hermes nicht nach Lüneburg!“

Ich: „Aber Sie meinten doch, die liefern auch am Samstag…“

V: „Das stimmt, aber nur innerhalb Hamburgs.“

Ich: „Häh?!……….“

Ende vom Lied: Wir haben nicht bestellt, sondern ordern den Kram über das Internet. Pfft!