Dit und Dat

Länger nix mehr geschrieben. Wobei es an Themen, die ich eigentlich anschneiden wollte, sicherlich nicht gemangelt hat: Fukushima, erster grüner Ministerpräsident, unser Urlaub in München, um nur ein paar zu nennen. Letztlich ist dann doch viel zu viel Zeit ins Land gestrichen, aber nu bin ich ja wieder da. 🙂

Blog gehackt

Schon vor einigen Tagen machte mich mein Provider darauf aufmerksam, dass wohl mein Blog gehackt wurde. Daraufhin habe ich gleich WordPress aktualisiert und die dazugehörigen Plugins auch auf den neuesten Stand gebracht. Zwei Tage später sah ich dann, dass dies leider nicht die erhoffte Abhilfe brachte. Bei einem Blick in meinen Webspace fand ich hunderte Seiten, die jeweils nur ein, zwei Links enthielten, ansonsten aber leer waren. Offensichtlich war es gelungen, eine Schwachstelle in meinem Blog auszunutzen (leider ist mir bisher noch nicht klar, wie genau das vonstatten gegangen sein könnte) und die index.php mit zusätzlichem Code zu versehen, der diese Seiten automatisch generiert und im Blog ablegt.

Zum Glück bin ich auf folgende Seite gestoßen, deren Tipps zur Behebung ich befolgt habe. Zunächst habe ich dabei WordPress noch einmal neu aufgespielt, um die manipulierte index.php loszuwerden und im Anschluß daran sowohl das Passwort zum Blog als auch zum Webspace abgeändert. Seitdem ist auch Ruhe, ich hoffe für länger. Das Ganze hat mich insgesamt anderthalb Stunden gekostet und ist mehr als nur nervig.

Gärtner

Zu unserer Wohnung, in die wir im August eingezogen sind, gehört auch ein Stück eigener Garten. Und da das Wetter gerade so Bombe ist, halten wir uns da auch ganz viel auf. Auch erste Versuche der Gartengestaltung haben wir schon unternommen und unser erstes eigenes Beet angelegt. Unter anderem soll es dann Gladiolen zu Tage fördern („Tod oder Gladiolen„).

Zudem haben wir auch ein schönes Außengehege für Naldo und Carla, unser Zwergkaninchen-Pärchen. Im letzten Jahr hatten wir die beiden auch schon draußen stehen und da kamen irgendwann zwei wilde Kaninchen vorbei und schauten sich ganz interessiert die viel kleineren und eingesperrten Exemplare von uns an. Clash of the civilisations, wenn man so will. So ein eigener Garten ist tatsächlich so ein kleines Stückchen wie Urlaub, zumal wir hier auch echt in einer superruhigen Ecke wohnen und man manchmal nicht viel mehr hört als das Zwitschern der Vögel und manchmal eine dicke Hummel, die vorbei summt.

Film-Tipps

Zwei Filme haben wir in der letzten Woche gesehen. Zunächst einmal „The Road„, die Verfilmung des gleichnamigen Buches von Cormac McCarthy. Die Hauptrolle spielen Vater und Sohn, welche nach einer (nicht genauer beschriebenen) nuklearen Katastrophe durch die verwüsteten USA ziehen und dabei immer wieder mit dem Verlust der Menschlichkeit im Angesicht der Apokalypse konfrontiert werden. Sowohl Buch als auch Film sind sehr düster und weit davon entfernt, ein Happy-End zu haben. In meinen Augen fühlt man nicht einmal einen Hauch von Hoffnung. Vielleicht nicht unbedingt ein Film für einen netten Filmabend.

Der zweite Film war „Mary & Max„, ein Knet-Animationsfilm. Mary ist ein achtjähriges Mädchen aus Australien, das sehr einsam ist und irgendwann im Postamt Telefonbücher der Stadt New York findet. Sie beschließt, sich eine Adresse auszusuchen und notiert sich schließlich die Adresse von Max, einem Mann über 40, der unter Angstattacken leidet und genauso wie Mary keine Freunde hat. Zwischen den beiden entspinnt sich über die Jahre eine Brieffreundschaft, welche durch Mißverständnisse und einen längeren Krankenhausaufenthalt von Max auf die Probe gestellt wird. Es ist ein sehr rührender Film, der dennoch ohne klassisches Happy-End auskommt. Klare Empfehlung.