Augen rechts!

Man muss nicht ideologisch links verortet sei, um derzeit einfach fassungslos zu sein. Eine Trio von rechten Mördern zieht durchs Land und die Sicherheitsbehörden bekommen dies jahrelang nicht mit. Schwupps, da waren sie einfach weg. Da rühmt man sich mit seinen tollen Geheimdiensten und rüstet den Apparat gegen Islamisten sowie den neuen Terror von links auf, damit man hinterrücks von den Nazis vorgeführt wird. Nicht nur, dass der Sicherheitsapparat mal wieder offenbart, dass er nicht in der Lage ist, seinen Blick nach rechts zu wenden, nein, womöglich steckt vor allem der Verfassungsschutz richtig tief drin in der Sache. In welchem Umfang dieser von den Taten gewusst hat und vielleicht auch den Weg für die schrecklichen Morde bereitet hat, wird sich noch zeigen. Es lässt einen völlig sprachlos zurück, wenn man sich vorstellt, dass hier offizielle Stellen in welcher Form auch immer daran beteiligt waren und sei es „nur“ als Mitwisser. Dabei geht es auch nicht um einzelne Fehler und Mißverständnisse sondern um offensichtliche Führungs- und Planlosigkeit des Verfassungsschutzes.

Man muss sich das mal vor Augen halten: während brennende Autos in Großstädten schon Grund genug waren, um quasi das Gespenst einer neuen RAF zu beschwören, waren rechte Gewalttaten gegen Menschen maximal extremistische Taten. Im Zusammenhang mit unseren braunen Freunden ist das Verniedlichungspotential von Politik und Medien schier unendlich. Natürlich gibt es bei Gewalt von links nichts zu beschönigen, aber diese Schlagseite ist schon immer mehr als nur auffällig gewesen. Seit letzter Woche scheint das ganze Land davon überrascht zu sein, dass die rechten Gesellen doch nicht nur nett sind. Konnte man ja auch nicht ahnen, denn Mölln, Solingen und Hoyerswerda sind ja auch schon Äonen her. Ich hoffe, das Ganze führt nicht dazu, dass die Sache unter den Teppich gekehrt wird und im Sande verläuft. Ich hoffe auch, dass die Behörden etwas gegen ihre Blindheit auf dem rechten Auge tun.

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Ruhestörung

Es hat ja seine schönen Seiten in einem eher dörflichen Stadtteil Bremens zu wohnen. Alles ist überschaubar, es ist ruhiger und alles ist schnell erreichbar. Doch manchmal kann man auch den Kopf schütteln. Am letzten Wochenende wurde in der Nacht von Freitag auf Samstag in den Schreibwarenladen gegenüber eingebrochen. Die Alarmanlage kam ihrem Job nach und jaulte rum. Es dauerte gut eine halbe Stunde, bis sie abgeschaltet wurde, da lange Zeit nicht klar war, ob die Einbrecher auch abgehauen waren oder sich noch im Laden versteckten. Um diese entscheidende Frage zu klären, musste ein Spürhund rangeschafft werden.

Irgendwann war dann klar, dass die Einbrecher weggerannt waren und keine Gefahr mehr drohte und dann wurde auch die Alarmanlage deaktiviert. Vor ein paar Tagen war ich im Schreibwarenladen, weil ich noch was erledigen musste und hab die Besitzerin gefragt, ob die Täter schon gefasst wurden. Bisher wohl noch nicht und wir haben noch ein bißchen geschnackt. Dabei erzählte sie mir, dass sie sich teils wüste Beschimpfungen anhören musste, weil die Alarmanlage so lange an war. Und zu allem Überfluss der Spürhund bellte. Irgendwie macht mich sowas sprachlos. Klar, ich war auch nicht begeistert, dass nachts um halb drei eine halbe Stunde lang die Alarmanlage ihr schrilles Lied von sich gibt, aber sich darüber zu beschweren? Wow, manche Leute haben echt mal kein Taktgefühl. Aber sich selbst dann stundenlang darüber aufregen können, wenn man dem geliebten Gartenzwerg einen Kratzer verpasst. Diese Engstirnigkeit und dieses beschränkte Denken kann einen ganz schön auf die Palme bringen.

Die Heinzmann hat Metallica auf dem Gewissen

Oh Mann, neulich im Radio habe ich auf einmal mir wohlvertraute Textzeilen in neuem musikalischen Gewand gehört. „The Unforgiven“ von Metallica interpretiert im momentan angesagten Pseudo-60er-Soul-Matsch à la Duffy und wie die ganzen Tröten heißen. Einfach nur grässlich. Zu Hause habe ich dann das große Internet bemüht, um festzustellen, dass die Stefanie Heinzmann dahinter steht. Dazu möchte ich sagen, dass Madame bitte ihre Finger davon lassen soll! Nimm Deine Radio-freundliche Spullermucke und belästige damit die Ohren anderer, aber vergreif Dich nicht an Sachen, die weit über Deinem Niveau sind. Und komm mir nicht mit: „Als ich vierzehn war, habe ich total viel Metallica gehört und war voll begeistert, als man mich fragte, ob ich das Lied covern will!“. Die korrekte Antwort auf die Anfrage wäre gewesen: „Was? Das Lied soll ich covern? Nee, kann ich nicht machen. Leider spiele ich nicht mal in meinen kühnsten Träumen mit Metallica in einer Liga!“ Naja, die gute Stefanie verschwindet ja bald eh wieder in der Versenkung.

Der ganz alltägliche Wahnsinn

Heute war ich im Immatrikulations-Amt, um mir ein neues Semesterticket zu holen. Gestern hatten die ja zu, was mich wieder am Service-Gedanken der Uni zweifeln lässt. Immerhin zahle ich 1000 Euro im Semester und der Präsident der Leuphana-Uni zu Lüneburg hatte ja mal in einem Buch gefordert, der Student habe sich jeden Tag von 06:00 Uhr bis 22:00 Uhr dem Studium zu widmen. Ja, nee, ist klar. Ich also heute im Imma-Amt gewesen. Ich also mein Leid mit der verschollenen Brieftasche geklagt und das ich jetzt ein neues Semesterticket benötige.

Sie: „Haben Sie eine Immatrikulationsbescheinigung oder einen Ausweis?“

Ich: „Ich habe meinen Reisepass dabei“

Sie (nimmt sich das Teil, guckt rein und nimmt meine Daten auf, nach 1-2 Minuten dann): „Der ist aber abgelaufen. Eigentlich kann ich den nicht akzeptieren.“

Ich (den Tränen nahe): „Ja, aber der lag halt jahrelang unbenutzt rum, normalerweise brauche ich den ja auch nicht.“

Sie: „Naja, sie können aber ja nicht mit abgelaufenem Pass rumlaufen. Da hätten Sie einen neuen beantragen müssen.“

Ich (langsam verzweifelnd): „Ja, aber der lag 5 Jahre in meinem Schreibtisch rum und ich habe ihn nie gebraucht. Ich brauche ihn ja jetzt nur, weil mein Ausweis mit der Brieftasche abhanden gekommen ist.“

Sie: „Achso, sie haben aber auch nicht gesagt, dass der Ausweis in der Brieftasche war.“

Ich: ???????????????

Nee, is klar. Wo soll er denn sonst sein? In meiner Arschrille, oder was? Schön, wenn man sich wie Karl Arsch behandeln lassen muss, wenn man einmal den „Service“ der Uni in Anspruch nehmen will. Pfft.

EDIT: Ja, am Ende habe ich dann einen neuen Semesterausweis bekommen. Wäre ja auch noch schöner gewesen.

Sind die denn blöd?

Zunächst einmal ein Frohes Neues Jahr an alle da draußen. Hoffe, es sind alle gut reingekommen.

Tja, kurz vor Weihnachten hat der in meiner Bude stationierte Fernseher in den Sack gehauen. Schöne Scheiße. Das Bild sah ein bißchen so aus, als würde man einem Maulwurf die Brille klauen. Silvester dann auf die 19%-Sparaktion bei Mediamarkt spekuliert und sich schonmal umgesehen. Dann ein Modell gefunden, welches den Ansprüchen von Schatzi und mir genügte. Die Fernseher sollten aber erst am 02.01. runtergesetzt sein, so dass wir mit dem Kauf warten mussten. Am 02.01. bin ich dann alleine gleich morgens hin zum MM, um mir das Teil zu sichern. Der Lord wollte dann abends mit mir hinfahren, um das Gerät dann mit dem Auto abzuholen. Bis hierher alles kein Problem.

Abends dann endlich hin zum MM und mir den erstbesten Mitarbeiter gekrallt. Ihm dann erklärt, dass ich gerne den schon bezahlten Fernseher abholen möchte. Er schaute dann mal nach. Und kam ohne Fernseher wieder. Er faselte dann was von „Der ist nicht da“. An diesem Punkt war mein Reaktor schon dabei sich hochzufahren. Er hat sich dann diejenige Person geschnappt, die mir den Fernseher morgens verkauft hatte: „Den habe ich doch dahinten hingestellt und einen Zettel draufgeklebt, dass er schon reserviert ist“. Da hier dann schon das Ende der Kompetenz-Fahnenstange erreicht wurde, durfte ich dann eine Hierarchieebene weiter oben mein Glück versuchen. Dem Obermufti wurde dann mein Anliegen vorgetragen und er konnte sich (angeblich) daran erinnern, unseren Fernseher mit Aufkleber gesehen zu haben. Dann rief er im Lager an, fragte dort nach und ging mit einem Kunden ins Verkaufsgespräch. Ohne mich weiter zu informieren. Astrein. Stand ich also da wie Karl Arsch!

Im inneren Reaktor schon kompletter Verlust derKühlflüssigkeit durch zu große Hitze. Kernschmelze steht kurz bevor. Alle Alarmsirenen hallen laut durch die Gänge. Derart abgestellt wartete ich 20 Minuten, bis ein weiterer Mitarbeiter ein bißchen Mitleid mit mir hatte und mich nach meinem Problem befragte. Ich ihm das erläutert und er meinte: „Scheiße.“ Ich dann so: „Jap“. Er dann wieder im Lager angerufen, diesmal hatte er die Güte, mir mitzuteilen, dass er auch nicht im Lager gelandet ist. Er ist also weg. Ich dann so: „Wie? Weg?“. Er dann so: „Ja, tut mir leid. Hat wohl ein Kunde den Zettel abgerissen und dann den Fernseher mitgenommen!“. Na klar, der Kunde ist auch an allem Schuld: an dem Scheißservice, an der Tatsache, dass er auch von meinem Geld bezahlt wird und überhaupt. Ich dann so: „Okay, aber da ich den Fernseher bezahlt habe, wäre er dann ja zweimal verkauft worden und das würde ja in ihrem Warenwirtschaftssystem erfasst werden. Da müsste dann ja ein Minus stehen.“ Er dann so: „Äh, äh, stammel, stammel, brummel, eigentlich schon“.

Bei mir an diesem Punkt schon Kernschmelze erreicht. Gleich explodiert hier was. Ich dann mal gefragt, was man da denn so machen könnte. Das Angebot: Entweder ich nehme ein Vorführgerät oder ich lasse mir das Geld wieder auszahlen. Vorführgerät? No fucking way! Da will ich dann finanzielle Kompensation. Wer weiß, wie lange die da schon rumstehen. Ja, nee. Dann auf einmal mischt sich so ein Anzugträger ein. Ich könnte ein Vorführgerät mitnehmen und wenn der MM neue Ware bekommt, würde ich dann einen Neuen kriegen. Okay, was solls. Die sich meine Daten notiert. Ich dann raus mit dem Teil und bloß weg da. So, jetzt bin ich mal gespannt, was da passiert. Gehe einfach mal davon aus, dass ich da selber hinterherlaufen darf.

Die Glotze selbst ist schon geil. Das analoge Fernsehbild und auch normale DVDs sind bildmäßig nicht sooo der Hammer, aber wenn man die 360 einstöpselt schafft das schon was wech.

Service, die Zweite…

Wo wir gerade beim Thema Service waren, hier noch ein Lehrstück aus der Abteilung Service. Der Kühlschrank in unserer Wohnung ist kaputtgegangen. Und jetzt ist das zwei Wochen her und ich weiß immer noch nicht, was los ist.

Freitag, den 02.11.: Schon Donnerstagabend macht der Kühlschrank komische Geräusche. Da er in der Einbauküche verbaut ist, kann ich nicht einfach nachschauen, was Sache ist. Also, ziehe ich mangels Alternativen einmal den Stecker raus und drück ihn wieder rein. Danach ist Ruhe. Als ich dann Freitag nach Arbeit wieder zu Hause bin, will ich mir eine Pizza machen und als ich sie aus dem Tiefkühler zieh, knickt sie einfach weg. Aufgetaut, das gute Stück, wie der ganze Rest.

Montag, den 05.11.: Erst heute kann ich den Hausmeister anrufen, der mich aber an die Wohnungsverwaltung weiterleitet. Die gute Dame, die für unser Haus zuständig ist, ist leider nur Dienstag bis Donnerstag im Büro. Übers Wochenende fast alles aus dem Kühlschrank weggeworfen, weil es leider verdorben/aufgetaut war.

Dienstag, den 06.11.: Die Sachbearbeiterin erreicht und ihr das Problem geschildert. Sie notiert sich meine Nummer und will einen Elektriker mit der Sache beauftragen.

Mittwoch, den 07.11.: Der Elektriker ruft an und vereinbart einen Termin. Nachmittags kommt er vorbei und kommt zu dem Schluss, dass der Motor im Eimer ist, eine Reparatur sich nicht lohnt und wir einen neuen bräuchten.

Dienstag, den 13.11.: Wieder rufe ich die Sachbearbeiterin an. Hatte schon Donnerstag davor es versucht, aber sie nicht mehr im Büro erreicht. Sie meinte, sie sei den ersten Tag wieder im Büro und müsste erstmal die ganzen Sachen ordnen, würde sich aber bei mir melden. Tut sie aber nicht mehr. Als ich spätnachmittags nochmal anrufen will, bekomme ich niemanden ans Rohr.

Mittwoch, den 14.11.: Eine zweite Elektrikerfirma ruft an und macht einen Termin. Der Techniker kommt nachmittags und diagnostiziert das gleiche Problem wie der Erste. Der Motor ist kaputt und eine Reparatur ist zu teuer.

Donnerstag, den 15.11.: Leider schaffe ich es erst halb fünf, die Sachbearbeiterin anzurufen. Keiner mehr da. Alles klar. Schlechte Laune steigt.

Freitag, den 16.11.: Rufe jetzt einfach unseren Vermieter an. Da habe ich eine nette junge Dame an der Strippe, die mir zuhört und mich bedauert, aber mir auch am Ende mitteilt, dass sie da nichts machen kann, da sie nur für die Vermittlung und die Vermietung an sich zuständig ist. Die Verwaltung obliegt einzig oben angesprochener Sachbearbeiterin, die leider nur von Dienstag bis Donnerstags im Büro ist. Aber ich werde darauf hingewiesen, dass es ja kalt sei und wenigstens nicht alles vergammelt, wenn man es auf dem Balkon lagern muss. Nee, is klar.

EDIT: Dienstag, 20.11.: So, heute mal wieder die Sachbearbeiterin angerufen. Und endlich scheint Bewegung in der Sache zu sein. Der Elektriker ist beauftragt und die Hoffnung, irgendwann noch einmal einen funktionierenden Kühlschrank sein eigen nennen zu dürfen, lebt wieder auf.

So sieht das aus. Ich erwarte ja nicht, dass wir nach nur einem Tag einen neuen Kühlschrank bekommen. Aber was nervt ist die Tatsache, dass ich keinerlei Feedback bekomme, was jetzt ist. Bekommen wir einen neuen, schicken die noch einen dritten Techniker? Wieso ruft die Sachbearbeiterin nicht mal zurück, wie sie es angekündigt hatte? Jetzt gehe ich raus und haue noch jemanden.

Service…

Okay, am letzten Mittwoch habe ich mich bereit erklärt, für die Süße die Wohnung zu hüten, da sich der Telekom-Techniker angekündigt hatte, um den neuen Telefonanaschluss freizuschalten. Wie das bei vernünftig arbeitenden Service-Unternehmen ist, bekommt man hier die Aussage „Wir kommen von 08:00 Uhr bis 16:00 Uhr“ an den Latz geknallt, ohne dass diese Aussage dann noch einmal näher eingegrenzt wird. Also sind wir um halb acht aufgestanden und nachdem die Süße zum Arbeiten gefahren war, habe ich einfach mal gewartet. Bis halb fünf habe ich da gesessen und mir sogar das Kacken abgeklemmt, aus Angst, der Vogel könnte klingeln und wenn ich dann nicht einfach an die Tür stürmen würde, wäre er auch schon wieder weg. Natürlich kam niemand.

Um halb fünf dann mal die Hansenet Hotline angerufen, um die Sache mal zu eskalieren. Nachdem ich mein Leid geklagt hatte, kam irgendwann die Frage nach dem Passwort meiner Süßen. Das konnte ich nicht aufsagen und da war dann das Gespräch in einer Sackgasse und ich habe aufgelegt. Die Süße dann informiert und dann hat sie ihr Leiden dort vorgetragen. Dort entgegnete man ihr: „Da kann man leider nichts machen, ich kann ihnen nur einen neuen Termin anbieten“. Alles klar. Als die Süße von der Arbeit zurückkam, haben wir nochmal bei Hansenet angerufen. Nochmal die ganze Geschichte aufgesagt. Wieder der Hinweis, man könnte einen neuen Termin anbieten. Das ist aber schlecht möglich, denn in der Probezeit bekommt die Süße nicht frei und außerdem will sie nicht einen Tag freinehmen, um dann wieder verarscht zu werden. Andere Lösungsvorschläge wurden nicht angeboten, stattdessen immer wieder die Info: „Die Techniker kommen zwischen 08:00 Uhr und 16:00 Uhr.“

Irgendwann war der junge Mann an der Strippe dann wohl reichlich am Ende mit seinem Latein und auf einmal landete die Süße in der Warteschleife und hatte wenig später noch einen weiteren „Kundenbetreuer“ am Rohr. *seufz* Ihm also auch die ganze Story aufgetischt. Schön war jedes Mal, dass sie ein persönliches Kennwort hören wollten, welches die Süße nicht mehr aufsagen konnte. Dann musste sie ihren Namen und ihren Geburtstag aufsagen und manchmal ihre Kontodaten, und dann ging es doch irgendwie. Als sie dann mal fragte, ob sie mal ihr Passwort erfahren dürfte, nachdem sie alle Daten ihres Accounts aufgesagt hatte, hieß es: „Nein, das können wir machen“. Wat? Gut, also hatten wir wieder jemanden Neues an der Strippe, der uns dann auf einmal sagte, der Techniker hätte um kurz vor drei den Anschluß freigeschaltet, aber es fehlt dazu noch die Rückmeldung. Alles klar, dann muss er sich ja in die Wohnung gebeamt haben und ich habe es nicht mitbekommen. Da diese ominöse Rückmeldung fehlte, konnte er auch nicht garantieren, dass der Anschluß funktionieren würde. Okay, also alles angeschlossen, wofür man noch einen Adapter brauchte, da in der Wohnung keine normale TAE-Dose war und: nichts, nada, rien, nothing, am Arsch!

  • So, soweit der Stand bisher. Einige Dinge, die mich fuchsig machen. Wieso kann erst der vierte Typ uns sagen, dass der Anschluss angeblich freigeschaltet wurde? Was haben die anderen gesehen in ihrem System?
  • Dann finde ich es eine Unverschämtheit, dass Hansenet einfach sagen kann: „Das passiert halt, da kann man nichts machen. Wir können ihnen einen neuen Termin anbieten“? Ich bin aus Lüneburg nach Bremen gefahren, habe auf einen Tag Arbeit verzichtet. Hinzu kommen die Kosten für das Telefonieren mit der Service-Hotline, was man ja per Handy machen musste. Hansenet muss doch Vereinbarungen mit der Telekom haben, für diese Freischaltung der Anschlüsse. Wieso kann man da niemanden für belangen, wenn die einfach nicht kommen? Und ich bin mir sicher, dass das gezieltes Mobbing von Hansenet-Kunden ist, auch wenn man es nicht beweisen kann.
  • Warum können die Techniker nur zwischen 08:00 Uhr und 16:00 Uhr kommen? Ist das ein Service für Arbeitslose, Hausfrauen und Studenten? Ich kenne Leute, die mussten sich zwei Tage von ihrem Jahresurlaub nehmen, weil der Techniker beim ersten Termin nicht kam. Auch hierfür gibt es von Seiten Hansenets höchstens ein „Es tut uns leid“. Es muss doch möglich sein, einen Service abends oder Samstags anzurufen. Oder dass man eine Stunde bevor der Techniker kommt, eine Benachrichtigung erhält, denn dann kann man ja mal kurz nach Hause fahren. Aber wäre ja auch zu einfach.
  • Wie kann der Techniker im System vermerken, dass der Anschluss freigeschaltet wurde, obwohl er das offensichtlich nicht ist? Und wieso muss ich das nirgends abzeichnen, dass er da war. Stattdessen wird behauptet, der Techniker war da und dann steht Aussage gegen Aussage.

Tja, man muss sich wohl damit abfinden, als zahlender Kunde wie ein Stück Dreck behandelt zu werden. So, ich gehe jetzt jemanden hauen.