Ende einer Ära

Nun ist es soweit. Ich habe meine Magisterarbeit so ziemlich fertig (es fehlt nur noch ein bißchen Feinschliff und ich muss noch Korrekturen einarbeiten). Mit dem morgigen 01.10. fange ich dann an, als Vollzeitangestellter mein Geld zu verdienen. Dabei habe ich ziemliches Glück gehabt, dass ich ohne Warterei direkt nach meinem Studium bei construktiv/trafficmaxx einsteigen darf, wo ich die letzten anderthalb Jahre schon als studentische Aushilfe tätig war. Morgen dann wird aus Studiboy der Projektmanager-Man, mit dazugehörigem Superhelden-Anzug und allerlei Schnickschnack. 🙂

Tja, aber nun endet meine Zeit als Student, die ja nun auch wahrlich lange genug gedauert hat. In Erinnerung bleiben mir viele, viele tolle Sachen, aber auch einige, die nicht so toll waren, doch letztlich will ich die Erfahrungen nicht missen, die ich gemacht habe und vor allem auch die vielen Leute, die ich im Laufe der Zeit kennengelernt habe. Wie zum Beispiel meine Frau. 😉

жесткая ебля

лечение дисбиоза влагалища

Call me Schnaufi

Gestern bin ich nach Lüneburg, um mit meinem Dozenten einen Gliederungsentwurf für die Magisterarbeit zu besprechen. Das Problem war, dass ich schön den geplanten Zug verpasst habe und dadurch mein Zeitplan durcheinander kam. Die Sprechstunde ging bis 16:00 Uhr, um 15:25 war ich in Lüneburg. Dann rein in den Bus. Der Bus ist um 15:45 an der Uni. Raus aus dem Bus, im Schnellschritt zum Gebäude. 15:49 bin ich im Gebäude und stürme die Treppen hoch. An dieser Stelle höre ich mich an wie ein Pottwal mitten im Asthma-Anfall. Ich falle quasi ins Büro des Dozenten. Er winkt mich rein und schiebt das Stück Kuchen von sich, welches er gerade ausgepackt hatte. Ich erkläre ihm (in schwerer Atemnot), warum ich so abgehetzt bin. Dann setze ich mich hin und hole meinen Entwurf raus und stelle ihm diesen vor und rede dabei wie Darth Vader mit Quietschgeräuschen. Ist aber auch nicht einfach, wenn man Schnupfen hat und versucht zu reden und gleichzeitig angestrengt zu atmen. Er findet alles prima und nach zehn Minuten bin ich fertig, habe wieder Atem geholt und kann gehen. Was für ein Auftritt. Er hat bestimmt die ganze Zeit gedacht, ich kollabier‘ da gleich.

Warum????

Gestern habe ich mich für meine Magisterarbeit schon einmal mit 14 Büchern eingedeckt. Jetzt habe ich heute frei und könnte anfangen zu lesen. Doch es gibt da ein Problem und ich glaube, mich verfolgt da ein Fluch: Just heute sind die Handwerker bei uns im Haus und wechseln im Treppenhaus die Fenster aus. Und das macht ein bißchen Krach. 😦

Es ist jedesmal das Gleiche: Immer an den Tagen, an denen ich frei habe, sind irgendwo in diesem Haus die Handwerker und machen einen Lärm, als würden sie das verdammte Haus abreißen. Ich würde ja gerne flüchten, aber in einer halben Stunde kommt der Tischler, um unsere Fenster zu vermessen, weil auch wir neue bekommen. Da ist der nächste Lärm schon wieder vorprogrammiert. Aber beim nächsten Mal gehe ich in die Unibib, das hält man ja nicht aus. *grummel*

Wir haben doch keine Zeit….

So, schon länger ist hier nichts mehr passiert. Seit einigen Tagen laufen die olympischen Spiele und mittlerweile hat sich auch die Aufregung darüber, was in China in Sachen Menschenrechten und Co. abläuft wieder gelegt. Teilweise fand ich das ziemlich heuchlerisch, denn die Situation ist heute auch nicht viel anders als vor ein paar Jahren, als man die Spiele ins Reich der Mitte vergab. Und hat wirklich irgendjemand geglaubt, dass sich alleine durch die Vergabe der Spiele das Land auf einmal in eine mustergültige Demokratie verwandelt? Klar, das Thema ist ziemlich komplex und lässt sich auch nicht in einem Blogbeitrag abhandeln, da hier ja viele Sachen zusammentreffen: Die Chinesen versuchen sich möglichst positiv darzustellen; Menschenrechtsgruppierungen machen durch die auf China gelenkte Aufmerksamkeit auf die Probleme aufmerksam und das IOC hält sich aus allem raus. Geht ja nur um Sport.

Ansonsten bin ich fleißig am Lernen für meine erste Abschlussprüfung in 2,5 Wochen. Da kommt es mir gerade sehr entgegen, dass das Wetter eher schlecht ist, denn so muss ich nicht bei Affenhitze im Arbeitszimmer verglühen. Ich hoffe, das bleibt auch am Prüfungstag so, sonst muss ich mich mit einem Handtuch in die Prüfung setzen. Aber das wird schon.

Ach, ich war neulich in Lüneburg, um unsere Ringe für die Trauung abzuholen. Die Ringe haben wir uns zur Verlobung geholt und die haben wir jetzt nochmal aufarbeiten lassen und mit einer Gravur versehen lassen. Und wat machen die AMATEURE!!!!????? Richtig, sie schreiben „Stephan“. ALTER, ich habe es dem Analphabeten doch extra buchstabiert! Aufgefallen ist es mir erst wieder in Bremen, da das Licht im Juwelier so schlecht war, dass ich das „a“ für ein „e“ gehalten habe. Bei genauerer Betrachtung ist aber ein „a“. GRRRR! Kann der Vogel seine eigene Sauklaue nicht entziffern?

Tja, ansonsten muss ich noch auf DAS HIER verweisen. Der Oberhammer!!! Meine Süße räumt ab!!! So, ich melde mich dann mal ab an dieser Stelle. Bis die Tage.

Sunshine

Gestern richtig nett in Hamburg unterwegs gewesen. Erst mit Sabrina und Fabi an den Landungsbrücken getroffen. Dann direkt vor Ort in eine Kneipe mit Liegestühlen eingekehrt und den „schönen“ Ausblick auf die Blohm & Voss-Docks genossen. Da zahlt man auch gerne mal für ein großes Alster vier Euro. Nach knapp zwei Stunden dann auf den Hamburger Dom weiter und erstmal gediegen in der erstbesten Frittenbude mit Essen eingedeckt. Ein Traum. Danach dann noch dort ca. zwei Stunden durch die Gegend marschiert und alles mal ein bißchen angeschaut. So könnte das immer sein.

Heute dann den ersten Uni-Tag gehabt.  Nach einer schlafmützigen Vorlesung um viertel nach zehn dann zum Seminar weiter. Hier gab es dann schlechte Nachrichten. Leider muss die Veranstaltung anders terminiert werden und somit kann ich dann daran nicht mehr teilnehmen. Was ist das denn für eine Scheiße bitte? Zumal es irgendwie wohl Probleme mit den Räumen gibt. Sehr schön, das Ganze. So, jetzt muss ich mir noch ein anderes Seminar aus den Rippen leiern, was möglichst am Montag oder Donnerstag liegt. Ich liebe die Leuphana Uni.

Ende Gelände

Heute war mein Schatzi bei einem Dozenten, damit er ihre Magisterarbeit betreut. Der Mann ziert sich ein bißchen. Das Problem an der Sache ist, dass er „nur“ wissenschaftlicher Mitarbeiter ist.  Und ab jetzt gilt die Regelung, dass mindestens ein Dozent mit Professur oder ähnlichem als Prüfer an der Magisterarbeit beteiligt sein muss. Dadurch wird es unlängst schwerer, Betreuer für die Magisterarbeit zu finden, da die Zahl der erforderlichen Professoren eher dünn gesät ist. Laut Auskunft des hier angesprochenen wissenschaftlichen Mitarbeiters hat er die Leitung mal darauf angesprochen, dass die Studenten dadurch auch Wartezeiten in Kauf nehmen müssten. Als zynische Antwort gab es dann ein: „Dann müssen sie halt warten!“.

Ich frage mich, ob da bestimmte Leute an der Uni die Einschläge nicht mehr wahrnehmen. Schon jetzt herrschen in unserem Studiengang eher bescheidene Zustände, die sich durch solche Maßnahmen eher verschärfen. Wenn ein Lehrender die Uni verlässt, wird die freiwerdende Stelle nicht sofort neu besetzt. Es ist einfach zum heulen. Aber hey, ich zahle ja auch nur Studiengebühren. Selber schuld, wer so naiv ist, da eine Gegenleistung zu erwarten. Traurig auch, dass sich z.B. unsere Fachschaft dieses Themas nicht annimmt, aber wahrscheinlich darf man da auch nicht zuviel erwarten. Aber wie gesagt, wir heißen jetzt „Leuphana Universität Lüneburg“. Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen sie ihren Arzt oder Apotheker. Ach Mist, das war ja gar kein Medikament. Schon seitdem ich an der Uni bin, sind die Zustände bekannt, geredet wurde seitdem viel, aber auch mal so gut wie nichts getan. Wenn ich noch einmal höre, Bildung ist die einzige Ressource in Deutschland und ganz besonders wichtig, dann werde ich denjenigen dazu zwingen sämtliche Prüfungsordnungen auswendig zu lernen und dann zu essen.

Der kleine Wartesaal zum Glück

Heute Sprechstunde bei der schon angesprochenen Dozentin gehabt. Von halb eins bis zwei Uhr sollte sie Hof halten, also habe ich meine Hühner so gesattelt, dass ich dann um kurz vor eins da war. Es war eine Sprechstunde ohne feste Terminvergabe. Normalerweise trägt man sich in eine Liste ein und kommt so zu seinen 10 Minuten Anteilnahme. Als ich die Treppe hochkrabbelte sah ich schon ein Knäuel von jungen Damen. Erster Gedanke: Robbie Williams hält eine Autogrammstunde; Zweiter Gedanke: das Mächengymnasium St. Anna aus Oberachhausen macht einen Tagesausflug, um sich die Uni anzugucken. Bevor ich die Meute auffordern konnte, hier nicht den akademischen Betrieb aufzuhalten und sich zu verziehen, kam mir noch ein dritter und schmerzhafter Gedanke: Die wollen auch zur Sprechstunde und ich bin schon so alt, dass die Ladies einfach viel jünger aussehen. Und so war es dann auch. Nach fünf Minuten habe ich dann gemerkt, dass sich das a) noch lange hinziehen kann und b) der Füllstand meines Magens mit sagte, dass ich vielleicht mal ein kombiniertes Frühstück/Mittagessen einwerfen sollte. Das war dann eine Bratswurst, Kartoffelpüree und Wirsingmatsch. Schmackofatz kann ich da nur sagen.

So, nach der Stärkung dann zurück und die Reihen hatten sich schon minimal gelichtet. Also habe ich mir noch 100 Minuten die Beine in den Bauch gestanden. Mich mit der Beschaffenheit der Raufasertapete im Flur auseinandergesetzt. Mich gefreut, dass nicht so einer von diesen verdammten Gitarrenheinis da ist. Ihr wisst, was ich meine: die Leute, die auf jeder Party erst stundenlang von ihren Gitarrenkünsten erzählen, bis sie die dahinschmachtende Frauenmeute dazu überreden kann, doch mal ein paar Sachen zu klimpern. Hier ziehen Nirvana und Simon & Garfunkel bestimmt gut. Schade fand ich, dass man da kein Lagerfeuer machen konnte, um nicht ein paar Marshmellows zu rösten oder die eine oder andere tote Ratte. Aber das Leben lehrt uns, dass es kein bunter Teller ist. Ja, gerade als ich mir ausgemalt habe, wie es wäre, wenn wir die Nacht da verbringen müssten, wurde ich dann doch noch eingelassen. Vier Minuten später durfte ich dann gehen. Sag noch einer, dass Leben ist langweilig.