#34 – Red Sparrow

Jennifer Lawrence spielt Dominika Egorova, eine russische Primaballerina, die sich bei einer Vorstellung schwer verletzt und ihre Ballett-Karriere beenden muss. Ihr Onkel arbeitet für den russischen Geheimdienst und bietet ihr einen Job an, der es ihr ermöglicht, für ihre schwerkranke Mutter zu sorgen. Dominika wird zu einem so genannten Sparrow ausgebildet und lernt, andere Menschen zu verführen und manipulieren, um an ihr Ziel zu gelangen. Sie wird auf einen CIA-Agenten angesetzt, um an dessen Informanten in Russland zu kommen.

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Dabei entfaltet sich eine Agenten-Story, die auch aus den 60ern hätte stammen können. Auf der einen Seite die niederträchtigen Russen, die alles foltern, was sie in ihre Fänge bekommen und die auch kein Problem damit haben, die eigene Familie als Instrument einzusetzen. Die Amerikaner und hier vor allem die oben genannte Zielperson vom CIA sind natürlich ganz anders. Sie kennen moralische Grenzen, wollen nur das Beste für Dominika und sind einfach ein rundum netter Haufen. Die Buchvorlage stammt übrigens aus dem Jahr 2013 und nicht 1963, lässt den Kalten Krieg aber wieder voll aufleben. Nun gut.

Eigentlich ist der Film in seiner Art relativ ruhig, doch werden immer wieder sehr brutale Szenen drunter gemischt. So gibt es eine Szene, wo der CIA-Agent mit einem Hautschälgerät gefoltert oder Dominika wird vom russischen Geheimdienst verhört und dabei ebenfalls gefoltert. Die Szenen passen nicht so richtig zum Rest des Films. Ich fand Red Sparrow nicht wirklich gut, einzig Jennifer Lawrence hat den Film tragen können, aber nicht über die platte Story und die unnötigen Gewaltszenen hinwegtäuschen können.

Fazit: 2/5 Disketten

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#33 – Black Panther

Der Hype um Black Panther war im Vorfeld schon sehr groß. Die Trailer ließen im Vorfeld schon auf einen großartigen Film hoffen. Darüber hinaus bricht der Film gleich mit mehreren Konventionen, angefangen bei der Hauptfigur T’Challa aka Black Panther, dem ersten farbigen Superhelden, den Marvel ins Kino schickt. Dann spielt Black Panther vor allem im Königreich Wakanda, einem isolierten afrikanischen Staat, der möglichst wenig Kontakt zur Außenwelt hält und von den anderen Staaten für einen verarmten Bauernstaat gehalten wird. Tatsächlich ist Wakanda jedoch technologisch hochentwickelt und dem Rest der Welt in der Hinsicht weit enteilt und zudem auch alles andere als arm (aufgrund des seltenen Metalls Vibranium, welches nur in Wakanda vorhanden ist). Jedoch hat man sich dazu entschieden, sich der Außenwelt gegenüber nicht zu öffnen, um mögliche negative Folgen für das eigene Land zu vermeiden. Aber ein sehr spannender Twist der üblichen Darstellung Afrikas als Armenhaus und Ansammlung so genannter „Failed States“, die sich vom Rest der Welt helfen lassen müssen. Noch ein weiterer spannender Punkt: die Frauen haben in Wakanda eine starke Rolle, so ist bspw. die königliche Leibgarde komplett mit Frauen besetzt.

blackpanther

Der Film folgt eigentlich einem relativ klassischen Superhelden-Plot, dreht sich dabei immer auch um die zentrale Frage, ob die selbstgewählte Isolation Wakandas tatsächlich der „richtige“ Weg ist oder ob man das Wissen und die finanziellen Ressourcen nicht dazu einsetzen sollte, das Leben auch für andere einzusetzen. Was ja auch irgendwie auch eine Analogie auf aktuelle Themen ist, wo bspw. in Europa und den USA nationale Strömungen im Aufwind sind, die sich mehr auf sich besinnen wollen. Am Ende sind diese Aktualität, das Spielen mit klassischen Klischees sowie der hohe Unterhaltungswert die Grundlage für einen richtig, richtig guten Film, den man sich unbedingt anschauen sollte.

Fazit: 5/5 Sneakers

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Ein Jahr Project Unlimited

Vor einem Jahr begann das Project Unlimited mit „The LEGO Batman Movie“ als erstem Film. Im ersten Jahr haben wir insgesamt 31 Filme gesehen, also 2,5 Filme pro Monat. Gar nicht mal so ein schlechter Schnitt, auch wenn vielleicht noch ein paar mehr drin gewesen wären. Aber ich will mich gar nicht beschweren, es soll ja auch immer noch Spaß machen.

Durchschnittlich habe ich die Filme mit 2,9 von 5 bewertet. Also ziemlich genau die Mitte. Dabei konnte mit Blade Runner 2049 nur ein Film die Höchstwertung von 5 Punkten einheimsen. Die Sneak Preview Alles unter Kontrolle bekam dafür ne glatte 0 und vier Filme dürfen sich über ein mickriges Pünktchen „freuen“. Insgesamt haben wir 3812 Minuten Film gesehen und kommen damit auf einen Schnitt von 122 Minuten. Der längste Film war Blade Runner 2049 mit 164 Minuten und der kürzeste war Pitch Perfect 3 mit 93. Und manch anderer hätten ein paar Minuten weniger auch gut zu Gesicht gestanden.

Von den 31 Filmen waren 16 Fortsetzungen oder Teile einer Franchise. Bin mir jetzt nicht so sicher, ob das gut oder schlecht ist. Eigentlich schon ein relativ hoher Anteil, wenn nicht mal die Hälfte neue IPs sind. Criminal Squad war der erste Film, der schon in Jahr 2 von Project Unlimited fällt. Bin gespannt, wie das so läuft.

#28 – Justice League

Das Thema DC vs. Marvel hatten wir ja schon im Beitrag zu Wonder Woman. Nun also der Versuch, mit Justice League ein Gegenstück zu den Marvel Avengers im Kino zu etablieren. Die Erde wird von dem Bösewicht Steppenwolf angegriffen, der versucht, die so genannten Mutterboxen in seinen Besitz zu bringen. Um der Bedrohung Einhalt zu gebieten, versucht Batman, eine Gruppe von Superhelden um sich zu scharen. Nacheinander kann er Wonder Woman, Flash, Cyborg und Aquaman für die Sache gewinnen. Doof nur, dass Superman immer noch tot ist.

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Ich weiß gar nicht, wo ich hier anfangen soll, denn der Film ist einfach ein Haufen Mist. Das fängt mit Ben Affleck als Batman an, dazu mit Superman der wohl langweiligste aller Superhelden. Die Story ist völlig generisch und mit Steppenwolf als Bösewicht lockt man auch niemanden hinter dem Ofen hervor. Selbst Wonder Woman schafft es nicht, die anderen Kritikpunkte auch nur abzumildern und geht letztlich mit diesem Schrottfilm unter. Es fällt einem manchmal schwer, sich vorzustellen, wie so eine Schrottproduktion mit Millionen an Dollar zugeschmissen wird, ohne das irgendjemand zwischendrin sagt: „Leute, das wird so nix.“

Fazit: 1/5 Dreizacke

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#24 – Blade Runner 2049

Ich gestehe, schon vor dem Film völlig dem Hype erlegen gewesen zu sein. Und um es schon einmal vorwegzunehmen: ich finde den Film richtig geil. K. (Ryan Gosling) ist damit beauftragt, Replikanten aus dem Verkehr zu ziehen, ist also ein Blade Runner. Gleich zu Beginn des Films macht er dabei eine Entdeckung, die potentiell weitreichende Folgen haben könnte. Mehr kann ich aber auch gar nicht erzählen, ohne zu spoilern.

BladeRunner2049

Der Film besticht durch seine grandiosen Bilder und sein klasse Sounddesign. Ja, er erzählt nicht besonders schnell, aber das war im ersten Teil auch nicht der Fall. Und er braucht ein wenig, um zu wirken, aber dafür tut er das umso nachdrücklicher. Und gerade für den Sound sollte man sich den Film im Kino angucken. Es gibt zwei kleinere Kritikpunkte: zum einen hat der Film leichte Längen und zum anderen bleiben am Ende weniger Fragen offen wie beim ersten Blade Runner.

Fazit: 5/5 Holzpferde

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#21 – Atomic Blonde

Berlin im Jahr 1989, kurz vor dem Fall der Berliner Mauer. Der britische Agent James Gascoigne wird durch einen KGB-Agenten getötet, der dem Toten noch eine Liste mit explosivem Inhalt abnimmt. Der britische Geheimdienst MI6 schickt Lorraine Broughton nach Berlin, um die Liste zu beschaffen. Schon bei Ihrer Ankunft in der geteilten Stadt wird sie von KGB-Agenten abgefangen und ab hier geht das Katz und Maus-Spiel los, bei dem die Grenzen zwischen Gut und Böse verwischt werden. Dabei ist vor allem unklar, welche Rolle der in Berlin führende MI6-Agent David Percival spielt, der von der Ankunft Broughtons nicht wirklich angetan ist.

AtomicBlonde

Charlize Theron gibt meiner Meinung nach eine sehr gute Figur ab und ist ganz klar der Mittelpunkt des Films, vor allem die Kampfszenen sehen richtig gut aus (die Mitarbeit von Regisseur David Leitch an John Wick wird hier deutlich). Nur die Romanze/Love Interest-Geschichte mit der französischen Agentin wirkt irgendwie ein bisschen fehl am Platz und dient nur dazu, die lesbische Bettszene zu legitmieren. Was mir auch auffiel: in keinem Film der letzten Jahre wird so viel geraucht wie hier. Natürlich war es 1989 eben noch Usus, in Flugzeugen, Restaurants, Hotels und Clubs zu rauchen, aber hier wird das Ganze in den Rang eines Stilmittels erhoben. Mich persönlich hat das jetzt irgendwie nicht so wirklich in den Bann gezogen, aber das ist auch kein wirklicher Kritikpunkt, es fällt einfach nur auf. Der Film hat sehr viel Spaß gemacht und ich fand es nur sehr schade, dass man am Ende dann eine zentrale Frage des Films (Wer ist der berüchtigte Doppelagent Satchel?) doch auflöst. Da hätte man den Zuschauer mMn im Dunkeln lassen können.

Fazit: 4/5 Eiswürfel

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#7 – Ghost in the Shell

Ghost in the Shell ist eine Neuauflage des 1995 erschienenen Animes, der heute Kult-Status genießt. Schon im Vorfeld gab es bei der Realverfilmung große Diskussionen um den Film, die sich darum drehten, dass man die Rolle des Majors mit Scarlett Johansson besetzte und nicht mit einer asiatischen Schauspielerin. Oben benannter Major ist ein Cyborg mit einem künstlichen Körper, wo nur noch das Hirn organischen Ursprungs ist. Der Major jagt den Puppetmaster, einen Hacker, der die Sicherheitsbehörden in Atem hält und nicht zu fassen ist.

GITS

Auf der Jagd nach dem Puppetmaster wird der Major mit der Frage konfrontiert, was einen Menschen ausmacht und wo die Grenzen zwischen Mensch und Maschine sind bzw. ob diese in ihrem Fall überhaupt noch Gültigkeit haben. Visuell weiß der Film zu überzeugen, aber insgesamt hat er mich nicht so wirklich packen können, wobei ich gerade nicht weiß, woran das liegt. Aber man kann ihn sich auf jeden Fall einmal angucken.

Fazit: 3/5 Geisha-Bots

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#6 – Life

Die internationale Raumstation fängt eine Raumsonde vom Mars ab, die mit einigen Proben vom roten Planeten zurückkehrt. In diesen Proben findet sich ein Organismus, es ist also das erste Mal, das Leben auf einem anderen Planeten gefunden wird. Leider ist dieser Organismus ziemlich aggressiv und in der Lage schnell zu wachsen, was die Crew der ISS in arge Bedrängnis bringt. Die ganze Geschichte erinnert mich andauernd an den ersten Alien-Film, nur dass dies hier um einiges schlechter umgesetzt wurde. Das fängt schon bei der außerirdischen Lebensform an, die aussieht wie ein riesiger Seestern und irgendwie nie wirklich bedrohlich wirkt.

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Dazu kommen Charaktere, mit denen man nie wirklich mitfühlt und am Ende ein sehr vorhersehbarer Twist. Nee, das war irgendwie nix, weil der Film einfach nicht genug Eigenständigkeit besitzt und das Monster nie wirklich Angst einflößend wird/ist.

Fazit: 1,5/5 Seesternen

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#4 – Logan – The Wolverine

Ich habe die beiden ersten Teile des X-Men-Spinoffs nicht gesehen, aber das ist auch nicht zwingend notwendig. Logan ist alt, er ist müde und seine Implantate bringen ihn allmählich um. Er kümmert sich zusammen mit einem weiteren Mutanten (Caliban) um Professor X und versucht, möglichst nicht aufzufallen. Plötzlich taucht das Mädchen Laura auf und die Mutter, bittet Logan um Hilfe. Logan kann erst mit viel Geld davon überzeugt werden, sich des Mädchens anzunehmen. Da die Kleine auch von einem internationalen Großkonzern gejagt wird, ist es für Logan mit der Ruhe vorbei.

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Überrascht hat mich an Logan vor allem die drastische Gewaltdarstellung und die Tatsache, dass der Film dennoch eine „Ab 16“-Freigabe bekommen hat. Das macht den Film aber nicht schlechter, ganz im Gegenteil: Logan ist ein gelungener Film über den letzten Kampf eines alternden und schwächelnden Superhelden.

Fazit: 4/5 Adamantium-Klingen

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#3 – Alles unter Kontrolle

Film Nummer drei war – mangels Alternativen – eine Sneak Preview. Vor ein paar Jahren waren wir mal im Lüneburger Scala Kino zur Sneak Preview und haben einen obskuren serbischen(?) Episodenfilm im Original mit Untertiteln gesehen. Und er war richtig scheiße. Nach dem Film standen wir vor dem Kino und alle haben sich über das Machwerk ausgekotzt, aber keiner hat während des Films mal die Konsequenzen gezogen und den Aufbruch eingeleitet.

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Zurück zu dieser Sneak Preview: eine französische Komödie über einen Polizisten, der Abschiebungen für die französische Regierung durchführt. Und ganz ehrlich: der Film war abgrundtiefer Mist, die Gags fade und nach zwanzig Minuten sind wir einfach gegangen. Das ist der Vorteil an der Unlimited-Karte: man hat da weniger Skrupel.

Fazit: 0/5 Kotztüten

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