#24 – Blade Runner 2049

Ich gestehe, schon vor dem Film völlig dem Hype erlegen gewesen zu sein. Und um es schon einmal vorwegzunehmen: ich finde den Film richtig geil. K. (Ryan Gosling) ist damit beauftragt, Replikanten aus dem Verkehr zu ziehen, ist also ein Blade Runner. Gleich zu Beginn des Films macht er dabei eine Entdeckung, die potentiell weitreichende Folgen haben könnte. Mehr kann ich aber auch gar nicht erzählen, ohne zu spoilern.

BladeRunner2049

Der Film besticht durch seine grandiosen Bilder und sein klasse Sounddesign. Ja, er erzählt nicht besonders schnell, aber das war im ersten Teil auch nicht der Fall. Und er braucht ein wenig, um zu wirken, aber dafür tut er das umso nachdrücklicher. Und gerade für den Sound sollte man sich den Film im Kino angucken. Es gibt zwei kleinere Kritikpunkte: zum einen hat der Film leichte Längen und zum anderen bleiben am Ende weniger Fragen offen wie beim ersten Blade Runner.

Fazit: 5/5 Holzpferden

Hier findest Du eine Übersicht aller ProjectUnlimited-Filme

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#21 – Atomic Blonde

Berlin im Jahr 1989, kurz vor dem Fall der Berliner Mauer. Der britische Agent James Gascoigne wird durch einen KGB-Agenten getötet, der dem Toten noch eine Liste mit explosivem Inhalt abnimmt. Der britische Geheimdienst MI6 schickt Lorraine Broughton nach Berlin, um die Liste zu beschaffen. Schon bei Ihrer Ankunft in der geteilten Stadt wird sie von KGB-Agenten abgefangen und ab hier geht das Katz und Maus-Spiel los, bei dem die Grenzen zwischen Gut und Böse verwischt werden. Dabei ist vor allem unklar, welche Rolle der in Berlin führende MI6-Agent David Percival spielt, der von der Ankunft Broughtons nicht wirklich angetan ist.

AtomicBlonde

Charlize Theron gibt meiner Meinung nach eine sehr gute Figur ab und ist ganz klar der Mittelpunkt des Films, vor allem die Kampfszenen sehen richtig gut aus (die Mitarbeit von Regisseur David Leitch an John Wick wird hier deutlich). Nur die Romanze/Love Interest-Geschichte mit der französischen Agentin wirkt irgendwie ein bisschen fehl am Platz und dient nur dazu, die lesbische Bettszene zu legitmieren. Was mir auch auffiel: in keinem Film der letzten Jahre wird so viel geraucht wie hier. Natürlich war es 1989 eben noch Usus, in Flugzeugen, Restaurants, Hotels und Clubs zu rauchen, aber hier wird das Ganze in den Rang eines Stilmittels erhoben. Mich persönlich hat das jetzt irgendwie nicht so wirklich in den Bann gezogen, aber das ist auch kein wirklicher Kritikpunkt, es fällt einfach nur auf. Der Film hat sehr viel Spaß gemacht und ich fand es nur sehr schade, dass man am Ende dann eine zentrale Frage des Films (Wer ist der berüchtigte Doppelagent Satchel?) doch auflöst. Da hätte man den Zuschauer mMn im Dunkeln lassen können.

Fazit: 4/5 Eiswürfel

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#7 – Ghost in the Shell

Ghost in the Shell ist eine Neuauflage des 1995 erschienenen Animes, der heute Kult-Status genießt. Schon im Vorfeld gab es bei der Realverfilmung große Diskussionen um den Film, die sich darum drehten, dass man die Rolle des Majors mit Scarlett Johansson besetzte und nicht mit einer asiatischen Schauspielerin. Oben benannter Major ist ein Cyborg mit einem künstlichen Körper, wo nur noch das Hirn organischen Ursprungs ist. Der Major jagt den Puppetmaster, einen Hacker, der die Sicherheitsbehörden in Atem hält und nicht zu fassen ist.

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Auf der Jagd nach dem Puppetmaster wird der Major mit der Frage konfrontiert, was einen Menschen ausmacht und wo die Grenzen zwischen Mensch und Maschine sind bzw. ob diese in ihrem Fall überhaupt noch Gültigkeit haben. Visuell weiß der Film zu überzeugen, aber insgesamt hat er mich nicht so wirklich packen können, wobei ich gerade nicht weiß, woran das liegt. Aber man kann ihn sich auf jeden Fall einmal angucken.

Fazit: 3/5 Geisha-Bots

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#6 – Life

Die internationale Raumstation fängt eine Raumsonde vom Mars ab, die mit einigen Proben vom roten Planeten zurückkehrt. In diesen Proben findet sich ein Organismus, es ist also das erste Mal, das Leben auf einem anderen Planeten gefunden wird. Leider ist dieser Organismus ziemlich aggressiv und in der Lage schnell zu wachsen, was die Crew der ISS in arge Bedrängnis bringt. Die ganze Geschichte erinnert mich andauernd an den ersten Alien-Film, nur dass dies hier um einiges schlechter umgesetzt wurde. Das fängt schon bei der außerirdischen Lebensform an, die aussieht wie ein riesiger Seestern und irgendwie nie wirklich bedrohlich wirkt.

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Dazu kommen Charaktere, mit denen man nie wirklich mitfühlt und am Ende ein sehr vorhersehbarer Twist. Nee, das war irgendwie nix, weil der Film einfach nicht genug Eigenständigkeit besitzt und das Monster nie wirklich Angst einflößend wird/ist.

Fazit: 1,5/5 Seesternen

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#4 – Logan – The Wolverine

Ich habe die beiden ersten Teile des X-Men-Spinoffs nicht gesehen, aber das ist auch nicht zwingend notwendig. Logan ist alt, er ist müde und seine Implantate bringen ihn allmählich um. Er kümmert sich zusammen mit einem weiteren Mutanten (Caliban) um Professor X und versucht, möglichst nicht aufzufallen. Plötzlich taucht das Mädchen Laura auf und die Mutter, bittet Logan um Hilfe. Logan kann erst mit viel Geld davon überzeugt werden, sich des Mädchens anzunehmen. Da die Kleine auch von einem internationalen Großkonzern gejagt wird, ist es für Logan mit der Ruhe vorbei.

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Überrascht hat mich an Logan vor allem die drastische Gewaltdarstellung und die Tatsache, dass der Film dennoch eine „Ab 16“-Freigabe bekommen hat. Das macht den Film aber nicht schlechter, ganz im Gegenteil: Logan ist ein gelungener Film über den letzten Kampf eines alternden und schwächelnden Superhelden.

Fazit: 4/5 Adamantium-Klingen

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#3 – Alles unter Kontrolle

Film Nummer drei war – mangels Alternativen – eine Sneak Preview. Vor ein paar Jahren waren wir mal im Lüneburger Scala Kino zur Sneak Preview und haben einen obskuren serbischen(?) Episodenfilm im Original mit Untertiteln gesehen. Und er war richtig scheiße. Nach dem Film standen wir vor dem Kino und alle haben sich über das Machwerk ausgekotzt, aber keiner hat während des Films mal die Konsequenzen gezogen und den Aufbruch eingeleitet.

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Zurück zu dieser Sneak Preview: eine französische Komödie über einen Polizisten, der Abschiebungen für die französische Regierung durchführt. Und ganz ehrlich: der Film war abgrundtiefer Mist, die Gags fade und nach zwanzig Minuten sind wir einfach gegangen. Das ist der Vorteil an der Unlimited-Karte: man hat da weniger Skrupel.

Fazit: 0/5 Kotztüten

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Übern Tellerrand geschaut – Teil I

Da ich Twitter und Facebook aktuell nicht als „Linkschleuder“ nutze, weil ich da ja noch Pause mache, dachte ich mir, ich könnte ja ein paar interessante Artikel hier per Blog verteilen.

Brexit

Fangen wir mal mit dem Brexit an: ich persönlich bedauere das Ergebnis des Referendums und hätte mir einen anderen Ausgang gewünscht. Letztlich haben sich (mal wieder) Emotionen gegen Rationalität durchgesetzt. Es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen das Brexit nun wirklich haben wird. Im Wahlkampf vor Referendums war die Immigration von EU-Ausländern (vor allem aus Osteuropa) eines der Hauptargumente der Brexit-Befürworter. Seit dem Ja zum Brexit nimmt die Zahl an rassistischen Übergriffen in Großbritannien zu. Augenscheinlich sehen einige den Ausgang des Referendums als Erlaubnis, ihren rassistischen Ressentiments mal Ausdruck zu verleihen:

In Huntingdon, Polish-origin schoolkids get cards calling them “vermin”, who must “leave the EU”. They come with a Polish translation, thoughtfully enough. From Barnsley, a TV correspondent notes that within five minutes three different people shout, “Send them home.” 

Dazu noch ein paar Gedanken eines Briten ägyptischer Abstammung.

Kinderbetreuung in Deutschland

Vom Brexit kommen wir zu einem ganz anderen Thema, über das in Deutschland eher selten gesprochen wird: der Qualität der Kinderbetreuung hierzulande. Die ZEIT hat in dem Zusammenhang eine Umfrage zu Zufriedenheit und Qualität in deutschen Kitas gestartet. Die dabei geschilderten Misstände lesen sich wie Erfahrungsberichte aus dem Vorhof der Hölle. Eine Expertin gibt dazu Tipps, welche Konsequenzen eine schlechte Btreuung haben kann und wie man die Zustände verbessern kann. Schön auch, dass offensichtlich weder die finanziellen noch die personellen Ressourcen bereitgestellt werden, um eine adäquate Kinderbetreuung anbieten zu können. Und noch schöner, dass man sich auf politischer Ebene gegen eine Einführung von Standards entschieden hat.

Blogs und Co.

Im Blog von dasnuf sind vor kurzem zwei interessante Artikel erschienen. Der erste ist ein Gastbeitrag, der sich mit der zunehmenden Professionalisierung gerade auch von Mama-/Elternblogs und den sich daraus ergebenden Scheinwelten befasst. Mir ist das neulich auch bei einem Blog aufgefallen, dass immer alles perfekt, einfach, problemfrei ist und man sich auch irgendwie fragt, was für Übermenschen das sein müssen.

Bloggerinnen zeigen uns ebenfalls Perfektionismus, in Hochglanz dargestellte Wohnungen, abwechslunsgreiche Deko, verführerisches Essen. Perfekte Postings professionalisierter Bloggerinnen sind eine notwendige Voraussetzung für bestehende und kommende Kooperationen. Zugleich nehmen sie aber in Anspruch, dass sie „eine von uns“ seien.

Der zweite Blogbeitrag zu dem Thema zielt aufs Gleiche ab, beginnt aber mit dem Informationsdurst von Neu-Eltern und auf welche Inszenierungen man heute in den Blogs so trifft sowie die Tatsache, dass man zu einer Frage eine Vielzahl von (teils verunsichernden) Antworten bekommt.

Zum eigenen Seelenfrieden – haltet euch fern von den inszenierten Realitäten. Das Leben mit Kindern ist nicht so. Haltet euch fern von Orten, die euch das glauben machen wollen (besser: seid euch dessen bewusst) und sucht euch ein Umfeld, das euch gut tut. Lest nicht in Internetforen! Googelt keine Kinderkrankheiten.